Wo bleiben die Apologetinnen und Apologeten unserer Zeit?

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, lieber Leser, aber mich treibt eine Sache um, und zwar von Jahr zu Jahr stärker. Ich sehe Menschen, besonders junge Menschen, Teenager und junge Erwachsene, die wissen wollen. Sie wissen, dass Wissen wichtig ist. Dass auch die Ehrlichkeit wichtig ist. Dass Wahrheit wichtig ist. Sie wissen, dass es nicht nur ums gute Gefühl geht. Sie wissen, dass der Wissensunterschied die eigene Zukunft enorm verändern kann. Sie wollen wissen. Sie wollen das Wissen, das ihr Leben bestimmen soll. Und sie haben Fragen. Wertvolle Fragen. Weltbewegende Fragen. Ehrliche Fragen, die eine ehrliche Antwort verdienen.

Wo stehen viele Gemeinden unserer Zeit?

Und dann sehe ich gleichzeitig viele gleichgültige Gemeinden. Nicht total gleichgültig, aber in diesen Fragen gleichgültig. Ohne lebensverändernde Wahrheit, die das Leben von außen her in Frage stellt und von innen her verändern will. Gemeinden, die sich selbst zu wichtig nehmen. Gemeinden, die sich entweder abschotten oder verweltlichen. Beide haben diesen Menschen nichts mehr zu sagen. Die einen sehen sich als kleiner holy club, die letzten Heiligen der Endzeit, die so heilig sind, dass alle weniger Heiligen ausgestoßen bleiben. Es herrscht eine Angst davor, von der Welt kontaminiert zu werden und dadurch schlechter da zu stehen. Es herrscht aber auch eine Angst davor, durch Fragen und Zweifel kontaminiert zu werden, nicht alle Antworten zu kennen und mehr noch: Selbst von Zweifeln „angesteckt“ zu werden.

Und dann gibt es andere Gemeinden, die ähnlich egoistisch und selbstbezogen sind. Sie wagen es nicht, klare biblische Lehre und einen verbindlichen ethischen Maßstab zu bezeugen. Sie fürchten um ihr Image in der Welt. Sie sind lieber in der Ökumene am Diskutieren, mit welchem genauen Wort man möglichst inklusiv sein kann. Und im interreligiösen Dialog am Bezeugen, wie doch alle irgendwie etwas Ähnliches glauben. Auch hier finden diese Menschen keine Antworten. Wenn diese Christen ständig am Herumeiern sind und etwas mal so und dann wieder ganz anders erklären, finden sie den Halt nicht, den sie suchen. Sie werden vertröstet: Wahrheit sei kein Buch, sondern eine Person, und eine Person lasse sich nicht genau definieren und beantworten. Eine Person sei dynamisch, und deshalb sei Wahrheit dynamisch, undefinierbar, und Glaube kein Wissen. Zweifel werden nicht beantwortet, sondern der Zweifler gelobt und zur Spezies der Zukunft, sozusagen zum Übermenschen, erhoben.

Geistliche Väter und Mütter gesucht!

Hier stehe ich nun und frage: Wo sind die geistlichen Väter und Mütter dieser Generation? Wo sind die Menschen, die sich mit den Fragern zusammensetzen und sich die Zeit nehmen, ihre Fragen zu durchdenken? Wo sind die Männer und Frauen, die den Zweiflern helfen, Antworten auf ihre Zweifel zu finden? Wo sind die Gemeinden, die vorleben, wie man mit Fragen und Zweifeln umgehen kann, wo und wie man Antworten findet? Wir leben in einer strategischen Schlüsselzeit, und der Teufel weiß um die Wichtigkeit dieser jungen Generation. Hier und jetzt wird sich entscheiden, ob der Westen zum neuen Heidenland wird. Ob Gemeinden an Überalterung aussterben werden, weil sie nicht mehr fähig sind, diese Fragen zu beantworten.

Es ist auch eine Schlüsselzeit, weil der Kampf der Ideologien und Weltbilder tobt wie selten zuvor. Es ist eine Zeit des geistigen Vakuums, eine Zeit, in der die Ansichten in der globalisierten Welt auseinander driften und immer extremer und lauter geäußert werden. Das kurze Zwischenspiel des Postmodernismus hat sich als Sackgasse erwiesen, doch in vielen Gemeinden wird ihr so hinterher getrauert, dass man sich noch in der Phase der Leugnung befindet. Es wird nach wie vor getan, als sei die Ideologie des Postmodernismus die Antwort auf die Probleme unserer Zeit. Es gibt auch noch genügend Christen, die si8ch ebenfalls so verhalten, weshalb es innerhalb geschlossener Gemeindesysteme noch nicht so stark auffällt. Überhaupt war es schon immer so, dass die Gemeinden rund 25 – 30 Jahre brauchten, um die Zeit um sich herum wahrzunehmen und auf sie zu reagieren. Und es ist nicht das erste Mal, dass dabei Gemeinden so enorm selbstzentriert waren, dass die Menschen auf der Strecke blieben.

Brauchen wir eine Erweckung?

Immer wieder, wenn dies der Fall war, schenkte Gott eine Erweckung. So etwa zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als in den Berliner Kirchen die historisch-kritische Theologie weit verbreitet war und sich die Kirchen leerten. Durch Johannes Jänicke und Baron Hans Ernst von Kottwitz kam eine Erweckung über Berlin, die durch die Gründung der Evangelischen Haupt-Bibelgesellschaft weitere Verbreitung fand und noch mehrere Jahrzehnte lang positive Nachwirkungen hatte. Von Kottwitz gründete außerdem viele Betriebe, in welchen Menschen Arbeit fanden und dadurch auch ihr Umfeld zum Guten verändern konnten. Zudem war er mit Ernst Ludwig von Gerlach befreundet, der mit seinem Bruder Leopold und dem Unternehmer Friedrich Stahl die Kreuz-Zeitung gründete, eine Zeitung, die noch viele Jahre führend war in den Kreisen der Erweckungsbewegung. Diese Menschen haben Berlin und ganz Preußen mit Gottes Hilfe verändert, indem sie die eine, unveränderliche Wahrheit für ihre Zeit verständlich und kompromisslos predigten und sich für eine bessere Welt einsetzten, indem sie Gott nach bestem Wissen und Gewissen gehorchten und ein Leben vorlebten, das Gottes Willen zeigte. Keiner von ihnen war perfekt, sie alle hatten ihre Schattenseiten, aber Gott gebrauchte sie.

Wir leben in einer ähnlichen Zeit. Auch in immer mehr Freikirchen wandert die historisch-kritische Theologie ein und findet auf den Kanzeln einen Platz. Nur selten wird die liberale Theologie als das erkannt, was sie ist: Ein Kampfmittel des Teufels, um die Gemeinden zu lähmen und zu leeren. Statt der Lehre zieht die Leere ein. Junge Menschen finden hier keine Antworten, seit etwa 15 Jahren bekommen sie bessere Antworten von den „Neuen Atheisten“, die es verstehen, den uralten Atheismus in neue Worte zu kleiden und ihn in hippem Gewand zu präsentieren: Als Wissenschaft, die immerzu zunimmt und anpassbar ist und doch zugleich letztgültige Antworten auf die Fragen der Menschen zu liefern versucht. Es kommt zu einer Spaltung der Gesellschaft in politisch links und politisch rechts orientierte antichristliche Weltanschauungen, die versuchen, Menschen mit ihren Antworten zu gewinnen. Willkommen auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten!

Und hier kommen wir ins Spiel: Wer ist bereit, in seinem Umfeld für die Fragen, Sorgen, Ängste, Nöte, Zweifel und Freuden der Menschen da zu sein, gut zuzuhören und ehrliche Antworten zu geben, die etwas von der Schönheit Gottes widerspiegeln? Nicht die alten, vereinfachten Antworten, mit denen viele von uns aufgewachsen sind, sondern echte, gut durchdachte Antworten, in ein persönliches Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes heraus gekleidet. Aus einem Leben, das man sehen, fühlen, anfassen und hören kann. Das ist Apologetik, die unsere westliche Welt braucht. Bist Du bereit dazu?

3 thoughts on “Wo bleiben die Apologetinnen und Apologeten unserer Zeit?

  1. Der beste Kommentar, den ich bisher von dir lesen durfte: vielen Dank!
    Was empfiehlst du als nächsten Schritt für diejenigen, die deine Frage mit JA beantworten? Ich glaube allein mit guter Literatur ist da nicht viel getan. Wie soll man mit den Leuten ins Gespräch kommen, wenn man keine besondere Position (Pastor etc.) innehat?
    [Sonst kommt oft die rhetorische Frage auf: “Warum solltest du mir denn irgendwas sagen können? Als ob du die Weisheit gefunden hättest… meinetwegen für dich, aber für mich?! Nein, danke!” Das ist irgendwie traurige Wahrheit, wo ich mich umschaue. Es kommt selbst in christlichen Gruppierungen vor, zB Hauskreisen/Männertreffs etc.: “Es sollte lieber nicht einer etwas vorbereiten, wir sind ja alle noch nicht soo weit und alt und weise, dass irgendjemand dem anderen etwas sagen könnte.”]

    Das soll kein “Ich würde ja gern, aber… es gibt so viele Gegengründe!” Aber ich würde gerne wissen, wie du dir das vorstellst bzw. was die Bibel dazu sagt. Einfach in meinem Umfeld Zeugnis sein, das tue ich (wenn auch viel zu wenig). Aber mir scheint, dass das auch gar nicht so gewünscht wird. Die Leute wollen vielfach auch einfach in Ruhe gelassen werden.
    Danke für deine Arbeit hier mit diesem Blog,
    Gott segne dich,
    Timotheus

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    1. Lieber Timotheus,
      meine Erfahrung ist da seit einiger Zeit, dass immer wieder Interesse vorhanden ist. Ich habe kürzlich auch über einige Dinge gebloggt, die ich diesbezüglich gelernt habe: https://blog.jonaserne.net/7-gefahren-bei-diskussionen-ueber-den-glauben/1145/
      Ganz wichtig finde ich aber auch, dass wir ein echtes Interesse am Gegenüber zeigen. Das ist mir noch fast wichtiger als das, was ich zu sagen habe. Ich höre lieber zu und stelle Fragen, um das Gegenüber besser verstehen zu können. Auch versuche ich den Einstieg in das Gespräch immer so zu gestalten, dass ich das Gegenüber wertschätze. Ich suche nach Möglichkeiten, mich bei der Person bedanken zu können, lobe sie für etwas, was mir positiv auffällt oder interessiere mich für etwas Bestimmtes, was sich im Laufe des Gesprächs oft irgendwann in Richtung Weltanschauungsfragen bewegt. Alles jedoch ganz ohne einen festen “Fahrplan”, den ich abzuarbeiten versuche. Schließlich bin ich kein ZJ, Mormone oder ähnliches.

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  2. Mein neues Traktat (Flyer)

    Der Morgenstern
    (mit Stern auf rotem Grund)

    Aufbruch
    Re-Reformation der Konfessionen

    „Ich habe mit Religion nichts zu tun“, sagt mir ein Student an meinem Bücherstand vor der Mensa. Meine Antwort: Ich auch nicht, denn Religion fordert Pflichten und gibt nichts. Gottes Gnade aber fordert nichts und beschenkt uns obendrein. „Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er sei-nen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe“ (Joh.3,16).. Verdient haben wir alle Gottes Gericht, ge-schenkt bekommen wir Seinen Frieden. Denn „das Evange-lium ist Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden“ (Röm.1,16).
    Wer religiös sein will – das Angebot an Religionen ist viel-fältig. Manche wechseln zum Judentum, andere zum Islam oder Hinduismus u.a. Diese mögen einige Reize haben, aber es fehlt die Liebe, nach der er sich sehnt. Alle jene sind be-kanntlich Religionen des Hasses und der Feindschaft gegen Andersgläubige; wer zum Christentum konvertiert, muss um sein Leben fürchten. Bei dem Islam kommt noch hinzu, dass er die Welt erobern will, jetzt das Abendland, und den „Ungläubigen“ den Krieg erklärt. Die ihn als friedliebend verkünden, straft der Koran Lügen. Viele Muslime kommen zum Glauben an Jesus und erfahren den Gott der Liebe.
    Auch das Christentum kann zu einer bloßen Religion werden, die keine Freude bringt, wenn es nur aus Moral und Tradition besteht, wie bei den Volkskirchen. Deshalb lohnt auch kein Konfessionswechsel. Selbst der Theologieprofes-sor meinte mir gegenüber: „Religion allein macht nicht satt.“ Da hat er recht. Nur der wahre und lebendige Glaube an den Herrn Jesus Christus und Sein Wort stillt den Durst und Hunger der Seele. Eine Studentin sagt mir: „Weil die Dozen-ten selbst nicht glauben, habe ich das Theologiestudium abgebrochen“. Wer heute Theologie studieren will, hat große Mühe, seinen Glauben nicht zu verlieren., „Durch Glauben verstehen wir …“, auch ohne Bibelschule (Hebr.11).

    Die befreiende Wahrheit
    Suchst du die Wahrheit? Zweifler glauben an viele Wahrhei-ten, die eine Wahrheit gäbe es nicht. Das stimmt, wenn man die Philosophen und Religionsstifter betrachtet. Plato, Kon-fuzius, Buddha, Mohammed und so viele über den Men-schen und die Welt geredet haben, sagen viel Wahres. Doch die erlösende Wahrheit hat keiner gesagt, geschweige denn gelebt. Mit Feststellungen, was der Mensch ist, und Forde-rungen, was er tun soll, um besser zu werden, ist noch kei-nem geholfen. Jesu Worte „Die Wahrheit wird euch frei machen“ stehen in großen goldenen Lettern an der Uni Frei-burg. Doch die Wissenschaften können nicht von der Sünde befreien. Die Wahrheit allein genügt nicht. Wir brauchen einen Befreier. „Wenn nun der Sohn euch frei macht, so werdet ihr wirklich frei sein“ (Joh.8,32-36). Der Sohn Gottes, Jesus Christus, macht wahrhaftig frei und froh. Er sagt uns zu: „Ich mache alles neu!“ (Offb.21,5-7) Er schenkt dir einen neuen Geist, ein neues Herz, ja eine neue Natur, denn die alte sündige adamitische ist unverbesserlich schlecht.
    Generation Y
    „Wenden sich immer mehr vom Glauben ab“, sagte der Student von den Kommilitonen. Wer ist die Generation Y und was kennzeichnet sie gegenüber Generation X? Die heute 20- bis 40-Jährigen werden häufig als Generation Ypsilon bezeichnet. Andere Bezeichnungen sind „Generati-on Warum“, weil sie alles hinterfragt, denn alles muss Sinn machen und gut erklärt werden können, auch die Religion, in der sie groß geworden sind. Als Generation der Jahrtau-sendwende wird sie auch „Millennials“ genannt. „Generati-on Maybe“ kann sich so schlecht festlegen, da es so viele Auswahlmöglichkeiten gibt. Schließlich wird sie auch als „Generation Me“ oder „Generation Beziehungsunfähig“ bezeichnet; weil sie so ichbezogen aufgewachsen und anti-autoritär erzogen sind, wollen sie sich selbst bestimmen und selbstverwirklichen. Wünsche wurden dank Wohlstand schnell erfüllt. Sie lernten eine Welt kennen, die sich schnell verändert, eine Welt des Klimawandels, der Globalisierung und des Terrorismus. Nicht zuletzt sind sie geprägt von einem wenig gelebten Glauben ihrer Eltern und Vorbilder; das hat Auswirkungen auf den Lebensstil. Dinge verändern sich schnell, es gibt keine Sicherheiten, also besser das Leben genießen. Sie sind die erste Generation, die teils im digitalen Zeitalter herangewachsen ist, weshalb man sie auch „Digital Natives“ nennt. Kommunikation in Echtzeit ist der Stan-dard. Sie erwarten schnelle Antworten, weil man heute ein-fach alles mit einem Klick erfahren kann. Ein Leben ohne Handy und Internet ist kaum vorstellbar, sie sind nahezu permanent online, und die nächste Generation Z, die 15- bis 18-Jährigen, sind „Technoholics“ abhängig von der IT (ETHNOS 360,12/18).
    Das Leben genießen? „Fürchte Gott und halte seine Ge-bote, denn Er wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in das Gericht über alles Verborgene bringen“ (Pred.12,14). Wenn sie die Freiheit über alles lieben, dann bitte auch die Freiheit eines anderen, etwas nicht zu tun, respektieren. Wer die sexuelle Freiheit lebt, entehrt sich selbst und den anderen. „Wer die Sünde tut, ist der Sünde Knecht“, sagt Jesus. Das führt in Abhängigkeiten, aus denen man nur schwer oder garnicht wieder herauskommt. Manche enden in der Ver-zweiflung.
    Die schwerste Sünde, welche die „Generation Me“ began-gen hat und begeht, ist nächst dem Schöpfer keine Ehre zu erweisen, Vater und Mutter, die sie geboren und großgezo-gen haben, nicht die Ehrerbietung entgegenzubringen. Die Schule hat sie nicht, was sie lt. Schulgesetz müsste, „zur Ehrfurcht vor Gott und vor der Würde des Menschen …“ erzogen. Die Gleichmachungsideologie raubte ihnen sogar die Selbstachtung, auch die Wertschätzung von Volk und Heimat..
    Die Generation Y, die eigentlich die Zukunft der Nation, der Gesellschaft und der Kirche sein sollte, bereitet ihr den Untergang, ohne Ethik auch dem Wohlstand und der Wirt-schaft. Das sagt schon der Buchstabe Y, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind. „Was entscheidet in der Zukunft: Wissen oder Werte?“ lese ich in audimax. Mehr als viel Wis-sen braucht man Werte für das Leben. Aber was sind die wahren Werte? Toleranz ist kein Wert, sondern eine Religi-on, die der Intoleranten, die keine andere Meinung dulden. Der größte Wert ist die Liebe, die liebt, ohne wiedergeliebt zu werden Lies das Kapitel der Liebe (1.Kor.13). Wir lieben, weil Christus uns zuerst geliebt hat, als wir noch Feinde wa-ren. “Er hat uns Seine Liebe ins Herz ausgegossen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist“ (Röm.5,5).

    Gottes Weisheit
    Die Generation Ypsilon ist zu wertvoll, um ihr Leben zu vergeuden. Sie ist intelligent und hat viel Wissen, mehr als ihre Väter. Doch Uni-Wissen reicht nicht, um wahre Le-bensweisheit und die Weisheit Gottes zu finden. Diese ver-mittelt nur Gottes Wort und Geist. „Denn wer von den Men-schen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Men-schen, der in ihm ist? Also weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes“. Man muss also Nachdenken über Gott und Sein Wort. Durch den Glauben an Jesus Chris-tus empfangen wir den Heiligen Geist, der uns in alle Wahr-heit leitet. Forsche in der Heiligen Schrift, sie macht dich weise zur Seligkeit, sie ist weiser als alle Gelehrten dieser Zeit. „Gott hat die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht“, sagt der ehemalige jüdische Philosoph Paulus (1.Kor.1,19-31). Traue keinem linken Dozenten.
    Die Genration X, Y, Z mit ihrem geweckten Freiheitsdrang ist keine neue Geburt der 68er, die alte gab es schon einmal vor 2300 Jahren in Griechenland. Aufgrund einer Gesell-schaftskrise war auch die Jugend kritisch geworden und verwarf die Grundsätze der Alten. Sokrates beklagt sich bitter über sie: „Die Jugend hat schlechte Manieren, verach-tet Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und plaudert, wo sie arbeiten sollte. Die Jungen stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer (oder den Bus) betreten. Die Kinder widersprechen ihren Eltern und ärgern ihre Lehrer …“. Als das Evangelium sich im römischen Reich verbreite-te, ändert sich auch die Kultur und somit das Verhalten der Jugend. Die Jugend jener Zeiten in Athen und entsprechend in Rom weist die gleichen Züge auf wie die heutige Jugend. Daraus ist allerdings der Schluss falsch, Jugend wäre schon immer so gewesen. Nein, sie war in der Zwischenzeit, also 2000 Jahre völlig „normal“, unauffällig und lebte ohne andere als in der jeweiligen Generationsspannung oder in speziellen familiären Gegebenheiten wurzelnden Konflikten, weiß der Historiker Muchow („Jugend und Zeitgeist“).
    Durch den Abfall des „christlichen Abendlandes“ vom Glauben des Evangeliums kam wieder das Heidentum hoch und ließ allerlei wirre Ideologien aufsprossen, welche nur Chaos anrichteten, um die Menschen gegeneinander aufzu-bringen. Der heute beklagte Werte-lose Zustand der Gesell-schaft und die Orientierungslosigkeit der jungen Leute ha-ben hier ihre Ursache. Mitverantwortlich für die Abwendung vom Glauben sind die geistlichen Führer, ungläubige Pfarrer und Prediger. Viele folgen dem liberalen Zeitgeist, ja laufen ihm nach, statt Gottes Wort zu predigen. „Die Bibelfälscher“ betrügen uns um die Wahrheit (Klaus Berger).
    Die Babylonkirche, wozu alle Kirchen gehören, ist gefal-len. Von Babylon spricht man seit 200 Jahren, als der Sozia-lismus aufkam. Aber in den letzten 70 Jahren (seit Grün-dung der BRD) ist die Kirche gleich nach der Naziherrschaft in eine neue Gefangenschaft gekommen, in den babyloni-schen Humanismus, eine christlichverbrämte Form des im Grunde atheistischen Sozialismus. Jetzt wird sie von dem sozialistischen Tier (Ofb.13), mit dem sie gehurt hat, gehasst und buchstäblich aufgefressen; die letzten Tage sind ge-kommen (Offb.17-18). Doch das ist nicht der Weltunter-gang. Gott schafft ein Neues und verbannt das Tier in den Abgrund. Um die Verheißung zu erfüllen, braucht es mutige Kämpfer. Generation Y hat die Chance, eine neue Gesell-schaft zu gründen, wenn sie sich Jesus zuwendet. Gott ist nicht tot. (Youtube: Student und Professor).

    Jünger Jesu werden
    Die „Millennials“ sind in einem Alter wie einst die Jünger Jesu. Die Zwölfe hatten zwar nicht studiert, aber sie waren lernwillig und suchten nach Wahrheit. Als Jesus sie rief, si-cher kannten sie ihn bereits, da folgten sie ihm aufs Wort und verließen alles. Es gibt Dinge, die man nicht aufschieben darf. Wer eine Chance, die ihm geboten wird, nicht nützt, hat es unter Umständen ein Leben lang zu bereuen. Es war ein Wagnis, Jesus zu folgen Sie konnte nicht wissen, was aus ihnen werden und wie es ihnen gehen würde, aber sie wagten es, mit dem Mann aus Nazareth zu gehen. Es war die Wen-de in ihrem Leben zum eigentlichen, unvergänglichen Le-ben. Und was hat Jesus aus ihnen gemacht! Das will Er auch aus dir machen. Für die Jünger bedeutete es eine völlige Umstellung ihres Lebens, und sie haben es nie bereut. Jesus war an die erste Stelle getreten. Sie waren keine Revoluzzer, machten keine Demo, und doch eroberten sie ein Weltreich.
    Anders als die Jünger damals geht es nach 2000 Jahren um die Offenbarung Jesu zum Gericht; das ganze kirchliche System ist gerichtsreif und muss fallen. Gleichwie einst Jeru-salem durch fremde Heerscharen erobert und zerstört wurde (70 n.Chr.), wie Jesus vorausgesagt hatte, droht der Kirche das gleiche Schicksal durch unsichtbare Mächte. Doch wird ein gläubiger Überrest errettet werden, der wiederum zum Zeugnis wird für die Erlösung einer unzählbaren Volksmen-ge aus der „großen Drangsal“(Offb.7). Möchtest du an die-sem geistlichen Aufbruch teilhaben, dann gibt dir Gott eine große Verheißung und Vollmacht: “Wer überwindet und meine Werke bewahrt bis ans Ende, dem werde ich Gewalt über die Nationen geben; und er wird sie weiden mit eiserner Rute …, wie auch ich von meinem Vater empfangen habe; und ich werde ihm den Morgenstern geben“ (Offb.2,26-28). Die Rute ist notwendig zur Re-Reformation der Konfessio-nen, damit sie die vergessene Gottesfurcht lernen. Wer Gott nicht fürchtet, wird Ihn zum Richter haben. Ja, Gottes Urteil kann hart sein, aber es ist heilsam, wenn wir es annehmen. Dabei wird niemand erschlagen, nur der Hochmut des Men-schen muss gebeugt werden. Denn Gott will, dass alle Men-schen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Vergeben statt Vergelten ist auch in Seiner Offen-barung das Wesen des Lammes. Das verkennen viele Ausle-ger, gewisse Sekten machen Jesus zum Massenmörder. Nein, Er ist der Friedefürst. Das „scharfe, zweischneidige Schwert aus Seinem Munde“ ist das Wort, das Wort Gottes, das jeden Menschen beurteilt und ins Licht stellt (Hebr.4,12; Offb.19,15). Unser himmlischer Vater züchtigt uns zum Nutzen, damit wir an Seiner Heiligkeit teilhaben. Ohne Zucht keine Frucht, ohne Gehorsam keinen Segen, ohne Liebe kein Leben „Denn dies ist die Liebe Gottes, daß wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer“(1.Joh.5,3).

    Die gute Botschaft
    Die Offenbarung Jesu Christi ist die wichtigste Botschaft für heute. Das letzte Buch der Bibel beinhaltet die ganze Bibel und legt sie neu aus, damit das Zeugnis Jesu wieder offenbar und wirksam wird. Hierdurch bekommt man einen neuen Zugang zur Bibel, woran man auch ihre Einheit und Authen-tizität erkennen kann. Das „was bald geschehen muß“ ist längst alltägliche Wirklichkeit geworden. Nicht physische, sondern geistliche Dinge sind das Thema, also ausschließlich was die Kirche betrifft, an die das Buch ja gerichtet ist. Diese zu erkennen erfordert eine geistliche Sicht. Der Endsieg in allem gehört dem Lamme, und „mit ihm sind Berufene und Auserwählte und Treue“. Ziel der Offenbarung ist das neue Jerusalem, die erneuerte Brautgemeinde (Offb.21).
    Anleitung zum Verständnis des Offenbarungsbuches gibt dir die zeitgemäße Auslegung „Geheimnis, Babylon“ (ISBN 978-3-99038-639-2) – gerne halte ich eine Lesung auch in deiner Uni. Die Apokalypse enthüllt Wahrheiten, welche Jahrhunderte verschwiegen waren, aber nun jeden Zeitge-nossen angehen, nicht zuletzt die sieben Plagen, unter denen schon viele an Seele und Geist leiden. Diese dienen nicht zur Vernichtung der Menschheit, sondern das nie zu bereuende Heil in Christus zu ergreifen. Die Ypsiloner sind dazu prädes-tiniert, die gute Botschaft an jedem Ort zu bezeugen.
    Jesus ruft dich: „Komme mir nach“. Er ist der glänzende Morgenstern, der wahre Führer und König, der Licht in dein Leben bringt und dich glückselig macht Die Ihm folgen, erwartet ein herrliches Reich. Helmut Stücher

    Philadelphia-Schule e.V. – Grabettstr.48, 57080 Siegen, eMail: h.stuecher@t-online.de
    Als gemeinnützig anerkannter Verein zur Förderung der Volksbildung sowie der Studentenhilfe

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