Der Schutz privaten Eigentums

Der Besitz von privatem Eigentum ist ein zutiefst im Menschen, in der Natur und in der Bibel verankertes Menschenrecht. Gott hat den ersten Menschen und durch sie auch uns den Besitz der Schöpfung in unsere Verantwortung übergeben. In den Zehn Geboten sind es je nach Zählweise zwei oder gar drei Gebote, die dieses Recht bestätigen: Das Verbot von Diebstahl und das Verbot des Begehrens. So sehen wir, dass es sich um ein unaufgebbares Menschenrecht handelt, privaten Besitz haben und über diesen in persönlicher Freiheit und Verantwortung verfügen zu können. Ein solches Recht muss deshalb auch gesetzlich verankert sein und unter allen Umständen geschützt werden. Ein solches Gesetz mit seinen Menschenrechten muss zwingend über jeglicher Regierungsgewalt stehen, damit die Gewaltentrennung und der Schutz vor tyrannischer Diktatur gewährleistet ist. Somit ist die religiös-ideologische Idee und Verwirklichung eines kommunistischen Staatswesens, also die Verstaatlichung privaten Eigentums, ein Verstoß gegen dieses Menschenrecht und ein Verbrechen gegen alle Bürger dieses Staates, die durch ein solches System entmündigt und ihrer Verantwortung betrogen werden.

Solche Tendenzen sind aber nicht erst mit der Einführung eines kommunistischen Regimes zu beobachten. Bereits heute zeichnet sich in der Politik demokratischer Staaten das Denken ab, dass der Besitz von Gütern, die einem erhöhten Standard entsprechen, ungerechtfertigt sei. Damit hängt der Gedanke zusammen, dass es ein Verbrechen sei, reich zu sein, oder dass Reichtum immer auf betrügerische Art und Weise erworben sein müsse. Fakt ist jedoch, dass dies nur selten vorkommt und dann in vielen Fällen tatsächlich auch geahndet und bestraft wird. Dass ein Unternehmen an Umsatz und Einnahmen stärker wird, hängt in erster Linie damit zusammen, dass das Kaufverhalten der Konsumenten eine Art Auswahlverfahren ist, welches ein bestimmtes Unternehmen unterstützt. Ein Unternehmen floriert nur dann, wenn es entweder sehr gute Qualität, ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis oder einen starken persönlichen Kundenbezug anbieten kann. Üblicherweise müssen mindestens zwei dieser drei Hauptfaktoren erfüllt sein, um ein Unternehmen zu großen Wachstum bringen zu können.

Nun wird das falsche Denken, dass Reichtum (mal am Rande bemerkt: Es gibt keine allgemein gültige Definition, wann Reichtum beginnt, deshalb ist auch Armut immer ein relativer, individueller Begriff) mit Betrug gleichzusetzen sei, durch die progressive Besteuerung verstärkt. Progressive Besteuerung bedeutet, dass jemand, der mehr Geld hat, prozentual mehr Steuern zahlen muss. Wenn ein Staat die progressive Besteuerung einführt, also von den Reicheren prozentual mehr wegnimmt als von den weniger Reichen, um damit diejenigen zu finanzieren, die sonst gar nichts verdienen würden, so löst dies automatisch (und nicht einmal bewusst) die Assozisation aus, dass es besser sei, nicht so viel zu haben und dass viel zu besitzen schon an und für sich gesehen ein Unrecht sei. Zunächst stimmt das einmal ganz natürlicherweise nicht, denn wie wir gesehen haben, ist Reichtum das Zeichen dafür, dass jemand mit seinem Besitz gut umgehen und wirtschaften kann, sowie etwas zu bieten hat, was von der Kundschaft durch das Kaufverhalten positiv bewertet und somit belohnt wird. Sodann können wir von biblischer Seite her festhalten, dass es Gott immer darum geht, jedem Menschen das größtmögliche Maß an Freiheit zu geben. Freiheit bedeutet, dass man für seinen Besitz und für sich selbst (Worte, Handlungen, Gedanken, etc.) vor Gott und den Mitmenschen verantwortlich ist, aber niemand das Recht hat, diese Verantwortung zu übernehmen. Dieses Prinzip wird unter anderem vom Herrn Jesus im Gleichnis von den anvertrauten Talenten (Matth. 25, 14 – 30) sehr anschaulich bestätigt und erklärt.

Bei progressiven Steuern und dem Drang, möglichst „sozial“ zu erscheinen, kommt es langfristig gesehen zu großen Problemen. Zunächst wird, wie bereits ausgeführt, ein großer Druck auf diejenigen ausgeübt, welche viel Geld zu versteuern haben. Diese stehen automatisch unter einem Selbstrechtfertigungszwang in unserer Gesellschaft, weil man ihren Reichtum als Unrecht betrachtet. Sodann nimmt ihnen der Staat eine Menge Geld weg, das ihnen rechtmäßig zusteht, um es dann für diejenigen zu verwenden, die weniger haben. Dadurch haben sie weniger Freiheit, dieses Geld in eigener Verantwortung einzusetzen, zum Beispiel um ein neues Unternehmen zu gründen und Arbeitsplätze zu schaffen. Ihr Geld kommt zu einem gewissen Maß denen zugute, die nicht arbeiten. So gibt es inzwischen eine immer kleinere Kluft zwischen dem, was eine arbeitende und eine nicht arbeitende Person bekommt (von verdienen kann da nun mal nicht die Rede sein). Dadurch verlieren Arbeitende immer mehr an Motivation, um ihre Arbeit hochwertig zu erledigen. Zugleich wird es immer leichter, ohne Arbeit zu überleben (und oft nicht nur überleben…). Wir sehen also, dass die progressive Steuer auf lange Frist gesehen zu immer mehr Arbeitslosigkeit führt. Wo es hingegen eine freie Marktwirtschaft mit gerechten und möglichst geringen Steuern gibt, kann die gesamte Situation der Wirtschaft aufblühen. Ein Staat, der durch eine Steuersenkung die private Wirtschaft fördert, wird letzten Endes mehr Steuern einnehmen, da er das kontinuierliche Wachstum der Wirtschaft ankurbelt und indirekt auch für mehr Arbeitsplätze sorgt. Da, wie wir gesehen haben, die Gesamtheit der Konsumenten die Qualität der Waren und Dienstleistungen bewertet (dies geschieht automatisch durch ihr Konsumverhalten), wird eine gesunde Konkurrenz auch immer für den Anstieg der Qualität sorgen. Schlechter Service wird von den Kunden bestraft, indem es einen Wechsel des Dienstleisters gibt. Und die vorhandene Konkurrenz wird auch keine Monopolstellung einzelner Unternehmen zulassen.

So dürfen wir uns als gläubige Christen für eine möglichst freie Marktwirtschaft und einen tiefen, gerechten Steuersatz einsetzen. Dies ist der beste Weg, um wirtschaftliches Wachstum und eine Zunahme an Arbeitsplätzen zu garantieren. Hierfür sollen wir Politiker wählen, die für dieses Anliegen einstehen. Weiter können wir dies auch unterstützen, indem wir als Angestellte unserem Unternehmen helfen, Gewinn zu erzielen und dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dies geschieht am Besten, indem wir motiviert und mit großem Einsatz im Unternehmen mitarbeiten. Und für unser Unternehmen sowie die Politiker zu beten ist sowieso sehr gut und wichtig.

Unsere Hoffnung in der Predigt

I do not come into this pulpit hoping that perhaps somebody will of his own free will return to Christ. My hope lies in another quarter. I hope that my Master will lay hold of some of them and say, “You are mine, and you shall be mine. I claim you for myself.” My hope arises from the freeness of grace, and not from the freedom of the will.“ (Charles Haddon Spurgeon)

Auf Deutsch:

Wenn ich auf die Kanzel trete, dann hoffe ich nicht, dass vielleicht irgend jemand nach seinem eigenen freien Willen zu Christus umkehren wird. Meine Hoffnung liegt woanders. Ich hoffe, dass mein Meister welche von ihnen an Sich reißen wird und sagen: „Du bist mein, und du gehörst mir. Ich beanspruche dich für Mich Selbst.“ Meine Hoffnung liegt in der Freiheit der Gnade, nicht in der Freiheit des Willens“ (Charles H. Spurgeon)

Wir sehen also, wo das Problem der „modernen“ Predigtweisen liegt: Viele Prediger sind überzeugt, dass sie ihre Zuhörer überreden müssen, zu glauben. So gehen sie Kompromisse mit dem jeweiligen Zeitgeist ein. Sie wenden Strategien der Psycho-Manipulation an, um erfolgreicher zu sein. Sie rufen dazu auf, ein Gebet nachzusprechen, durch welches man gerettet werden könne. In all dem aber vergessen sie, dass es Gottes freie Gnade ist, die einen Menschen überwinden muss. Denn jeder Sünder kann sich nur gegen Gott entscheiden, bis Gottes starke Hand ihn zu Sich herumreißt und ihn für Sich beansprucht. In diesem Wissen liegt viel Freiheit und Freimut des Predigers: Wir müssen den Sünder nicht bekehren, denn das kann nur Gott. Statt dessen müssen wir in unserem heiligen Amte das Evangelium, die wunderbare Botschaft von der freien und damit unverdienbaren Gnade im Herrn Jesus Christus verkünden. Diese Botschaft von der Gerechtigkeit, der Heiligkeit und der Liebe Gottes, dem göttlichen Zorn, aber auch der göttlichen Gnade, will der Heilige Geist gebrauchen, um die Herzen der Sünder zu erreichen und im Glauben, der auch eine reine Gnadengabe Gottes ist, diese steinernen Herzen erneuern.

Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen

1. Einleitung

Die ganze Debatte von der Menschenwürde kann nur von einem Gesichtspunkt her ein festes Fundament und eine echte Begründung bekommen: Von der Tatsache, dass jeder Mensch im Bilde Gottes geschaffen ist. Von diesem Wissen muss jede Diskussion ausgehen.


2. Worin die Gottesebenbildlichkeit besteht

a. Die Ähnlichkeit bezüglich der Trinität

Da Gott der Dreieine ist, hat Er die Menschen ebenfalls als eine Dreiheit in der Einheit geschaffen: Nicht eine Dreiheit an Personen, sondern eine Dreiheit an Teilen innerhalb der einen Person des Menschen: Geist, Seele und Leib (1. Thess. 5, 23). Der Geist des Menschen ist hierbei niemals der menschliche Verstand, und genauso wenig dem göttlichen Geist entsprechend, sondern der Teil des Menschen, welcher nach der Neugeburt fähig ist, mit Gott in Verbindung zu treten, und mit dem zusammen zu arbeiten:

Gottes Geist bezeugt (zusammen) mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind“ (Röm. 8, 16). Der Verstand ist mit dem Willen und den Gefühlen zusammen Teil der Seele. Der Leib ist der körperliche, materielle Teil des Menschen. Keiner dieser drei „Teile“ darf bevorzugt oder vernachläßigt werden. Leider gibt es auch heute noch viele neuplatonische Strömungen, die den menschlichen Leib nur als Gefängnis der Seele und des Geistes sehen und damit verdammen. Jede Bemerkung in der Richtung, dass seelische Heilung wichtiger sei als körperliche Heilung, geht genau in diese Richtung!


b. Die Fähigkeit zur Kommunikation (im urspr. Sinne) mit Gott und Menschen

Gerade für die Ausführung des göttlichen Auftrags, sich zu vermehren und die Schöpfung untertan zu machen, ist die Fähigkeit zur Kommunikation unverzichtbar. (Wikipedia: „Kommunikation stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet teilen, mitteilen, teilnehmen lassen“) Erst durch die Zusammenarbeit von Menschen, in der ersten Schöpfung war dies diejenige des Menschen und seiner Gehilfin, war dieser Auftrag auszuführen überhaupt erst möglich geworden. Zugleich ist auch die Kommunikation mit dem Erschaffer von Himmel und Erde Selbst eine äußerst wichtige Komponente menschlichen Daseins. Nur so konnte die erste Menschheit vor dem Sündenfall und dessen Folgen gewarnt werden. Aber auch die innige liebevolle Beziehung zu Seinem Schöpfer kann der Mensch nur durch die Anwendung dieser von Gott geschaffenen Kommunikation leben.


c. Die moralische Fähigkeit (Verantwortlichkeit)

Vom ersten Moment nach der Schöpfung an zog Gott den Menschen zur Verantwortung für sein Verhalten. Der Mensch bekam klare Richtlinien, an welche er sich zu halten hatte und strukturierte Aufgaben:

-Sich zu vermehren und auszubreiten

-Sich die Erde untertan zu machen

-Das Land zu bebauen

-Den Tieren Namen zu geben (dies ist eigentlich ein Teil des untertan Machens)

-Nicht von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen essen

Da Gott dem Menschen zugleich auch die Folgen falschen Verhaltens nannte, war er letztlich vom ersten Moment an auch moralisch eigenverantwortlich für sich und seine Gehilfin. Hieraus leitet sich auch die Tatsache ab, dass jeder Mensch für sein Tun selbst verantwortlich ist und bereit sein soll, die Konsequenzen dafür vollumfänglich zu tragen.


d. Die intellektuelle Fähigkeit (Denkvermögen)

Die Anwendung der Sprache für die Kommunikation ist ein wichtiger Ausdruck dieser intellektuellen Fähigkeit des Menschen. Man kann in den ersten Worten des Menschen, als er seine Gehilfin sah und solch ein wunderschönes Gedicht auf seine Gehilfin dichtete, sehen, dass dieser Intellekt kein Produkt langjähriger Evolution ist, sondern als Ausdruck des allweisen Gottes eine Wesensart des Menschen.


e. Die kreative Fähigkeit

Zusammen mit dem Intellekt hat Gott den Menschen auch mit einer wahrhaft bewundernswerten Kreativität beschenkt. Kreativität beinhaltet die Möglichkeit, neue Dinge zu ersinnen und zu schaffen. Auch hier ist die menschliche Kreativität nicht mit derjenigen Gottes gleichzusetzen, sondern ist ein sehr gutes Abbild der göttlichen Kreativität: Der Mensch ist nicht imstande, aus dem Nichts etwas Seiendes zu kreieren (bara), aber doch aus Bestehendem etwas ganz Neues (asah).


f. Die emotionale Fähigkeit

Auch diese Fähigkeit kommt zum Ausdruck in dem Ausruf des Entzückens: „Das ist nun einmal Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll Männin heißen; denn sie ist dem Mann entnommen!“

Die Möglichkeit, sich der Emotionalität zu erfreuen, hat der Mensch auf seine ganz besondere Art bekommen. Obwohl es heute im Zeitalter der Psychomanipulation möglich ist, durch gewisse Hormone „Gefühlsschübe“ herzustellen, entspricht dies niemals dem göttlichen Wunsch nach echtem emotionalem Austausch, den Er in Sich Selbst hat (das ist der Austausch zwischen Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiligem Geist), und den Er dem Menschen in sein Inneres gelegt hat.


g. Die Ganzheitlichkeit dieser Fähigkeiten

Das „Lasst uns…“ in 1. Mose 1, 26 lässt etwas von dieser vollkommenen Harmonie Gottes erahnen, die Jesus auch in Joh 17, 20 – 23 beschreibt. Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist sind drei Personen des einen Gottes, und doch in Sich Selbst völlig eins, in perfekter Harmonie.

Vor dem Sündenfall war die Ganzheit des menschlichen Abbildes Gottes in dieser Harmonie. Alle Fähigkeiten des Menschen waren in ihrer Vollkommenheit ausgebildet und sollten dem Menschen helfen, seine Aufgaben zu bewältigen.

Diese Ganzheitlichkeit ist auch heute noch sichtbar in den Überresten einer durch den Sündenfall pervertierten Welt in der Ganzheitlichkeit:

-der Schöpfung

-der wiederhergestellten Beziehung Gottes mit dem Menschen

-der allumfassenden Liebe Gottes zu Seiner Schöpfung

-den allumfassenden Zielen, die Gott mit Seiner Schöpfung, insbesondere auch deren Krone, hat.



3. Konklusion

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Mensch, wie Gott ihn geschaffen hat, die göttlichen Fähigkeiten der Kommunikation, der Verantwortlichkeit, der Intellektualität, der Kreativität und der Emotionalität in ihrer Ganzheitlichkeit besitzt. Diese Fähigkeiten dienen dazu, Gott und dem Mitmenschen innerhalb seiner Aufgaben und des sozialen Gefüges in Liebe dienen zu können. Aufgrund all dieser Fähigkeiten, für die der Mensch geschaffen ist, hat jeder Mensch vom Moment seiner Zeugung an Würde, die durch nichts wegdiskutiert oder zerstört werden kann. Es ist Aufgabe des Staates, der Gemeinde und jedes einzelnen Menschen, diese Würde zu respektieren und zu schützen.

Momentane Bücher Top Ten

Wer gute Literatur sucht, dem möchte ich folgende Werke ans Herz legen:

1. Johannes Calvin – Institutio Christianae Religionis

Das Standardwerk der reformierten Dogmatik ist auch heute noch in vielen Fragen moderner Zeitkritik absolut aktuell. Die Institutio ist nicht nur polemisch geschrieben, sondern zugleich auch sehr seelsorgerlich. Diese Mischung macht Calvins in seinem unnachahmlichen Stil verfassten Werke (besonders auch seine Briefe) zu Dokumenten von allergrößtem Wert. Muss man gelesen haben.

2. Michael F. Ross – Predigen wirkt Wunder

Der Pastor einer großen Gemeinde in den USA setzt sich für Predigten nach dem Vorbild der großen Puritaner ein: Der christozentrischen Auslegungspredigt. Er gibt zunächst die Geschichte dieses Predigtstils kurz wieder und geht dann auf den Inhalt, auf die nötige Ausgewogenheit, auf die Planung sowie die Vorbereitung dieser Predigten ein.

3. John Bevere – Die Furcht des Herrn

In diesem Buch fordert uns John Bevere (einer meiner bevorzugten Autoren aus unseren pfingstlich-charismatischen Gemeinden) dazu auf, unser Leben unter die Lupe zu nehmen und uns zu fragen, ob wir wirklich begriffen haben, was es bedeutet, Gott zu fürchten. Ein Buch, das unser Leben verändern und prägen kann.

4. Wayne Grudem – Politics According to the Bible

Wayne Grudem zeigt hier auf, wie Politik aus christlicher Sicht gesehen und umgesetzt werden kann. Ein umfangreiches, aber absolut lesenswertes Buch. Zu den verschiedenen Themen heutiger Politik werden die biblischen Grundlagen sehr exakt herausgearbeitet, mit anderen Meinungen verglichen und abgewägt. Leider nur in Englisch erhältlich (bisher) aber sehr leicht verständlich und einfach geschrieben.

5. Iain H. Murray – Jonathan Edwards, A New Biography

Vom amerikanischen Erweckungsprediger der Great Awakening können wir auch heute noch sehr viel lernen. Er hat sein Leben ganz in den Dienst des Herrn gestellt. Alles, was er tat, lehrte, predigte oder schrieb, kam bei ihm von ganzem, brennendem Herzen für den Herrn. Sehr anschaulich und doch theologisch tiefgehend beschreibt Iain H. Murray die Geschichte dieses großen Gottesmannes.


6. John Bunyan – The Pilgrim’s Progress

Dieses Buch begleitet mich seit langem, es hat mir den Zugang zu all den großen Schätzen der alten Puritaner eröffnet. Das Buch lässt sich so leicht lesen, hat aber jede Menge an Tiefgang! Absolut empfehlenswert!

7. Wayne Grudem – Systematic Theology

Noch ein zweites Mal Grudem. Es gibt manches, was man anders sehen kann oder wo man sich (zumindest als Student der Theologie) noch ausführlichere Erklärungen wünschen würde, aber es gibt keine moderne Ausgabe einer guten Systematischen Theologie (Bibellehre), die es fertigbringt, die wichtigsten Details zu nennen, auszudiskutieren und doch leichtverständlich (auch für theologisch Nichtstudierte) zu bleiben. Meinem momentanen Wissensstand nach wird das Buch gerade in die deutsche Sprache übersetzt und dürfte Ende dieses Jahres erscheinen.

8. Charles H. Spurgeon – The Treasury of David

(leider vergriffen und nur noch antiquarisch erhältlich)

Der Fürst der Prediger hat 20 Jahre lang in vielen Stunden zig Kommentare zu den Psalmen gelesen und ausgewertet. In diesem als vier-, sechs- oder gar siebenbändig erhältlichen Magnum Opus legt Spurgeon die Psalmen komplett Vers für Vers aus und gibt immer Hinweise für Prediger sowie gute Zitate anderer Kommentatoren. Ein wahrer Schatz für alle Prediger, Seelsorger aber auch sonst für jeden, der sich für die Psalmen interessiert.

9. Derek Prince – SÜHNE, Ihre persönliche Begegnung mit Gott

Prince, ein großartiger Bibellehrer, beleuchtet hier im Detail, was der Herr Jesus am Kreuz für uns getan hat. Das hat nämlich Konsequenzen für unser Leben. Anhand persönlicher Beispiele versucht er das darzulegen. Sehr leicht zu lesen und doch voll Tiefgang.

10. Benedikt Peters – George Whitefield, Der Erwecker Englands

In dieser Biographie erzählt B. Peters aus dem Leben des englischen Erweckungspredigers George Whitefield. Von ihm können wir vieles lernen und besonders interessant ist aus dieser Sicht auch die große Kontroverse mit John Wesley, der die biblische Lehre von der Vorsehung und Erwählung abgelehnt hat. Auch dies ist ein Thema, welches heute zur Debatte steht.

Schutz des ungeborenen Lebens

Während in unserer Gesellschaft ziemlich weitgehend Konsens herrscht darüber, dass Mord etwas ist, was man verbieten sollte, sind die Grenzen dieser Verbote seit einiger Zeit deutlich aufgeweicht. Wir müssen sehen, dass es für einen Menschen, der wirklich an eine tierische Abstammung des Menschen glaubt und diesen Glauben konsequent vertritt, absolut keinen Grund gibt, irgend eine Form des Mordes zu verbieten. Der Mensch ist dann ein wertloses Zellmaterial, das zufällig gut zusammenfunktioniert und durch den Vorgang von Mutation und Selektion in guter Weise an die Umwelt angepasst ist. Noch etwas konsequenter gedacht dürfte ein Atheist überhaupt kein Gesetz zum Schutz des Lebens gutheißen, denn dadurch wird dieser Vorgang von Mutation und Selektion gebremst. Im Kampf um das Überleben kann nur der Stärkere, also der besser Angepasste und somit der „höher Mutierte“ das Fortbestehen der menschlichen Rasse gewährleisten. Somit würde ein immerwährendes gegenseitiges Abschlachten nur dafür sorgen, dass die Evolution des Menschen noch etwas schneller vonstatten geht. Oder der Mensch sich gegenseitig ganz aufreibt und dadurch beweist, dass es im Tierreich noch besser angepasste Rassen gibt?
Ein anderer Ansatz, der sich in vielen Köpfen und Seelen sehr tief festgesetzt hat, ist derjenige, dass der Wert eines Menschen abhängig sei von seiner Produktivität, also dem, was er leistet und damit der Gesellschaft zugute kommen lässt. Oder man nimmt völlig ohne jedwede sinnvolle Grundlage blind irgend etwas, womit man einem Menschenleben Wert und Würde „zusprechen“ kann, sei es die Fähigkeit, gezielt nachzudenken, die Kommunikationsfähigkeit, oder auch nur die Möglichkeit, außerhalb des Mutterleibs überleben zu können.
Wenn wir uns dieser Problematik jedoch von der Bibel herkommend nähern, so finden wir dort sehr detaillierte Aussagen dazu. Zunächst einmal ist der Wert des einzelnen Menschen weder null und nichtig wie dies nach evolutionistischer Sicht sein müsste, noch ist er vom Wert der Produktivität oder sonst irgend einer Leistung abhängig, sondern der Wert und die Würde des Menschen beruhen ganz einfach auf der Tatsache, dass der Mensch nach Gottes Plan und nach Gottes Ebenbild geschaffen wurde. Nun stellt sich die Frage, ab welchem Moment dieser Wert und die Würde in Kraft treten. Hierauf gibt uns Psalm 139, 13 – 16 die Antwort:
Denn du hast meine Nieren geschaffen, du wobest mich in meiner Mutter Schoß. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht hast; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! Mein Gebein war dir nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, gewirkt tief unten auf Erden. Deine Augen sahen mich, als ich noch unentwickelt war, und es waren alle Tage in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als derselben noch keiner war.
Wir sehen also, dass für Gott das Leben mit dem Wert und der Würde eines Menschen, der nach Gottes Ebenbild geschaffen worden ist, bereits längst vor der Geburt beginnt. Dass auch der noch ungeborene Mensch in Gottes Augen so wertvoll ist, sehen wir auch an weiteren Stellen, ganz speziell gut im sogenannten mosaischen Gesetz. Dieses galt zu großen Teilen nur dem Volk Israel als konstitutives Gesetz und ich bin weit davon entfernt, dieses wieder erneut einsetzen zu wollen. Aber es gibt gewisse Dinge, die wir aus ihnen erfahren können, nämlich Prioritäten, die in Gottes Augen ganz speziell wichtig sind. Eines davon ist der Schutz des menschlichen Lebens. Wir lesen in Numeri 35, 9 – 11:
Und der HERR redete zu Mose und sprach: Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Kanaan kommt, sollt ihr Städte verordnen, die euch als Freistädte dienen, daß ein Totschläger, der eine Seele aus Versehen erschlägt, dorthin fliehe.
Wer also jemanden ohne Absicht tötet, darf versuchen, eine der sechs Freistädte zu erreichen und ist dort erst mal sicher vor der Rache, wer aber jemanden mit Absicht und ohne legalen Grund ermordet, soll Leben um Leben bezahlen. Dieses Prinzip, und das ist ganz wichtig zu wissen, dass Menschenleben durch Menschenleben gesühnt werden soll, stammt nicht erst aus dem mosaischen Gesetz. Vielmehr stammt das Gesetz aus dem Noachitischen Bund, also aus dem Bund, welchen Gott mit Noach geschlossen hat nach der Sintflut. Da alle Völker von Noach abstammen und damit unter dem Bund stehen, der durch das Zeichen des Regenbogens geschlossen wurde (und Gott versprach, dass es keine so alles umfassende Flut mehr geben solle), gelten diese Gebote auch heute noch uneingeschränkt für alle Völker. Sie sind nie aufgehoben worden. Und dort gibt es unter anderem das Gebot, dass jeder, der Menschenblut vergießt, dessen Blut durch Menschen vergossen werden soll. Genesis 9, 5 – 6:
Für euer Blut aber, für eure Seelen, will ich Rechenschaft fordern, von der Hand aller Tiere will ich sie fordern und von des Menschen Hand, von seines Bruders Hand will ich des Menschen Seele fordern. Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen nach seinem Bild gemacht.
Nun kommt aber etwas Interessantes. Während es möglich ist, nach dem unbeabsichtigten Mord an einem Menschen eine solche Freistadt aufzusuchen, gilt das in einem ganz bestimmten Fall nicht mehr. Lesen wir nach in Exodus 21, 22 – 25:
Wenn Männer sich zanken und stoßen eine schwangere Frau, so daß eine Frühgeburt entsteht, aber sonst kein Schade, so muß eine Geldstrafe erlegt werden, wie sie der Ehemann des Weibes festsetzt; und man soll sie auf richterliche Entscheidung hin geben. Wenn aber ein Schaden entsteht, so sollst du ihn ersetzen; Seele um Seele, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Beule um Beule.
Hier sieht man, dass dem noch ungeborenen Kind mindestens derselbe Wert zugemessen wird wie seiner Mutter. Ich schreibe bewusst „mindestens“, denn bei genauerem Hinsehen hätte der Mörder, der unabsichtlich eine erwachsene Person (wie zum Beispiel die Mutter, wenn sie nicht schwanger wäre) tötet, das Recht, in eine der Freistädte zu fliehen. Wenn er nun aber eine schwangere Frau mit ihrem Kind oder auch nur das Kind in ihr tötet, wird er sofort bestraft, und zwar so, als ob seine Tat beabsichtigt gewesen wäre. Dies zeigt uns, welchen Wert Gott dem ungeborenen Leben eines jungen Menschen zumisst. Und da wir uns als Christen nach Gottes Wort ausrichten sollen, haben wir auch die Pflicht, darauf hinzuarbeiten, dass in unserer Gesellschaft Gottes Wille geschieht. So oft wir beten: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ geben wir Gott auch das Versprechen, daran mitzuarbeiten, dass dies geschieht. So ist es ein äußerst wichtiger Punkt, dass wir uns für das Leben der Menschen einsetzen. Und zwar für alles Leben, dem Gott seinen Wert gibt, dadurch, dass Er es erschafft. 
 
Die Geschichte der staatlichen Abtreibungsmaschinerie begann 1974 in Deutschland. Zunächst wurde sie lediglich legalisiert. Sobald man aber begann, diese Maschinerie durch die gesetzliche Krankenkasse zu finanzieren, kam es zu massivem Zuwachs. Inzwischen werden jährlich ungefähr 120’000 ungeborene Babies auf brutalste Weise umgebracht. Die Kosten, welche dadurch entstehen, betragen rund 50 Millionen Euros jährlich und werden natürlich von den öffentlichen Mitteln (sprich: den Steuern der Arbeiter) finanziert. Ein erster Schritt kann deshalb durchaus schon einmal die Privatisierung der Abtreibung sein. Dadurch müssen Menschen, die ihre Kinder „wegmachen“ wollen, zuerst mal selbst in die Tasche greifen. Dann sollte aber nach Möglichkeit auch darauf hingearbeitet werden, dass solcher Mord gesetzlich auch tatsächlich als Mord bezeichnet und als solcher geahndet wird. Denn für den Schutz des Lebens ist doch eigentlich eine Staatsregierung da. Oder etwa nicht?

Die Tür zum Leben

Die Tür zum Leben

Einleitung:

Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür für die Schafe. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluß haben. (Johannes 10, 7 – 10)

Wir haben hier einen der allerschönsten Texte der Bibel vor uns. So, wie Jesus damals zu Seinen Jüngern sprach, und Sich Selbst vorstellte, so spricht Er auch heute Nachmittag zu uns allen. Es ist mein Gebet und meine Hoffnung, dass wir alle bereit sind, auf Ihn zu hören. Er ist bereit, Sich uns vorzustellen und uns zu begegnen. Lasst uns mit großem Ernst begierig sein nach Seinem Wort, nach all dem, was Er uns heute zu sagen hat.

Bevor Er Sich Seinen Jüngern als Türe vorgestellt hat, sagte Er ihnen noch was anderes, nämlich ein Gleichnis, in welchem Er von den Schafen sprach. Die Schafe sind ein sehr gutes Sinnbild für uns, die wir an Ihn glauben. Er Selbst ist der Gute Hirte, der für Seine Schafe gut zu sorgen weiß. Das Gleichnis beginnt mit der Gegenüberstellung des Hirten, der das Anrecht hat, zu seinen Schafen in den Stall hineinzugehen. Er kennt den Code, der nötig ist, um sich die Türe vom Türhüter aufschließen zu lassen. Er wird auch von den Schafen erkannt, denn seine Stimme erkennen sie unter all den Stimmen, die auf sie einreden.

Die Jünger haben Sein Gleichnis gehört, haben es aber nicht verstanden. Deshalb setzt Jesus nun erneut an und redet wiederum zu ihnen. Er legt ihnen dieses Gleichnis aus.

  1. Jesus ist die Tür zu den Schafen

Jesus beginnt die Auslegung dieses Gleichnisses mit den Worten: Amen, amen, Ich sage euch. Mit diesen Worten leitet der Evangelist Johannes oft die wichtigen Aussagen Jesu ein. Wenn wir im Johannesevangelium also diese Worte lesen, so bedeutet das für uns: Aufgepasst, was jetzt kommt, das ist ganz essentiell wichtig. Hört gut auf das, was der Herr Jesus uns zu sagen hat.

Nun beginnt Jesus seine Auslegung mit den Worten „Ich Bin die Tür“. Spätestens bei diesen Worten haben die Juden aufhorchen müssen. Es handelt sich hier um ein Ich-Bin-Wort. Mit diesen Worten spricht Jesus immer mit sehr großem Nachdruck. Immer dann, wenn Jesus ein solches Wort mit „Ich Bin“ einleitet, so spricht Er dort über Seinen göttlichen Charakter und Seinen göttlichen Auftrag. Es geht hier darum, dass Er Sich als Gott auf Erden verstanden haben will, denn nur als solchen können wir Ihn als „die Türe“ verstehen. Als Gott mit Mose sprach, stellte Er sich als der „Ich Bin Der Ich Bin“ vor. Das Ich Bin Jesu geht hier in dieselbe Richtung. Auch Gottes Eigenname Jahwe (=der ins Dasein Bringende), deutet in die Richtung und Jesus will Sich auch unbedingt so verstanden haben. Er hat diesen Namen bewusst in Sein Programm aufgenommen und für Sich beansprucht.

Jesus sagt hier von Sich, dass Er die Türe zu den Schafen ist. Wer also zu den Schafen will, kommt an der Tür nicht vorbei. Hierin haben wir das Versprechen der Bewahrung, des Schutzes. Jesus verspricht uns also, dass Er als Türe beschützen will vor denen, welche sich unrechtmäßig in die Gemeinde einschleichen wollen. Leider ist die menschliche Natur von uns allen naturgemäß nicht so ganz schafartig, viel eher könnte man sie als bockig beschreiben. Ein Bock lehnt sich gegen alles auf, was ihm entgegentritt. Als solch bockige Gestalten laufen wir vor Gott und Seinem Willen weg – auf und davon. Dieses Weglaufen vor Gott ist Auflehnung, und genau das ist es, was all das Leid über diese Welt gebracht hat und Tag für Tag noch immer bringt. Diese Auflehnung gegen Gott bewirkt eine Zerstörung der Beziehung zu Gott und zu anderen Menschen. Dadurch entsteht Schuld. Wir werden dadurch vor Gott schuldig, und deshalb ist es unmöglich, dass wir Gott gefallen können. Paulus schreibt im Brief an die Römer 3, 23:

Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes.

Das ist das göttliche Urteil über uns Menschen. Alle haben gesündigt, keiner kann mit Gott in Gemeinschaft leben.

Doch Gottes Liebe zu uns Menschen ist groß, so groß, dass Er bereit war, alles aufzugeben, Seine ganze Göttlichkeit im Himmel zurückzulassen und auf der Erde unter uns zu leben. Als Mensch unter Menschen. Das ist Jesus Christus. Er hat sein ganzes Leben lang auf nich ein einziges Mal gesündigt, sondern war immer gehorsam, damit Er an unserer Stelle die uns fehlende Gerechtigkeit verdienen konnte. Dann war Er sogar bereit, den schrecklichen Tod am Kreuz von Golgatha auf Sich zu nehmen, um dadurch alle Schuld zu bezahlen, die wir alle auf uns geladen haben vor Gott. Doch es ist nicht beim Tod geblieben. Kürzlich haben wir das Auferstehungsfest gefeiert. Der Herr Jesus ist nicht im Grab geblieben, sondern auferstanden. Ja, Er ist wahrhaftig auferstanden. Er hat den Tod besiegt und mit Paulus können wir deshalb sagen: Tod, wo ist dein Stachel? Ja, der Herr Jesus ist für uns gestorben und auferstanden von den Toten am dritten Tag.

So dürfen, wenn wir wirklich glauben, dass Er für uns persönlich gestorben und auferstanden ist, uns im Gebet an Ihn wenden. Wir dürfen Ihm danken für dies große Geschenk und Ihn bitten, in unser Leben zu kommen, damit Er uns hilft, nach Seinem Willen zu leben.

Weil Jesus Christus die Türe zu den Schafen ist, können auch menschliche Hirten nur durch diese Türe hindurch zu den Schafen kommen. Tatsächlich hat Gott in der Gemeinde Menschen als Hirten und Älteste eingesetzt, welche für die Aufgabe des Hirtendienstes zuständig sind. Doch auch für diese gilt, dass sie nur durch die Türe, die der Herr Jesus ist, zur Gemeinde kommen dürfen.

Nur durch den Heiligen Geist erweckt kann ein Hirte ein rechter Hirte sein. Der Heilige Geist führt einen rechten Hirten in seine Berufung und schenkt auch, dass diese Berufung durch die jeweilige Gemeinde bestätigt wird.

Ein wahrhaft berufener Hirte wird sein Leben ganz und gar dem Herrn Jesus unterstellen und wird das tun, was der Herr von ihm möchte. Er wird nicht nur für seine Gemeinde in der Bibel lesen, sondern auch für sich selbst vom Wort Gottes essen: Er liest es, denkt darüber nach, nimmt sich Zeit, um darüber zu beten und tut alles um es in sein persönliches Leben ein-zubauen. Erst wenn er dies ganz praktisch verstanden hat, wendet er sich der Gemeinde zu und lehrt sie dies.

So gibt es ja auch Ausbildungsstätten für den Dienst in der Gemeinde.

Deshalb ist es wichtig, dass wir bibeltreue Ausbildungsstätten wie die STH Basel eine ist, unterstützen, indem wir für sie beten und nach Möglichkeit auch finanziell unterstützen.

Leider führen heutzutage viele Hirtenschulen dazu, dass ihre Absolventen versuchen, an der Türe vorbei in den Schafstall zu kommen. Von diesen spricht der Herr Jesus auch ausführlich:


  1. Jesus unterscheidet Sich von den Dieben und Räubern

In den Versen 8 und 10 spricht der Herr Jesus von denen, die sich anmaßen, Hirten der Gemeinde zu sein, ohne eine echte Berufung in diesen Dienst zu haben. Diese beiden Verse werden deshalb zusammen betrachtet.

Es sind insgesamt drei Merkmale, die der Herr Jesus nennt, an denen man diese Diebe und Räuber erkennen kann: Das erste Merkmal finden wir schon im Gleichnis selbst, im ersten Vers dieses zehnten Kapitels des Johannesevangeliums. Dort wird der Dieb und Räuber dadurch beschrieben, dass er nicht durch die Türe hineingeht, sondern versucht, woanders einzusteigen. Nun müssen wir hier aber aufpassen, dass wir das richtig verstehen. Wenn wir von Dieben und Räubern hören, denken wir bestimmt gleich an Ladendiebstahl, Banküberfall oder Ähnliches. Nun wurde der Ausdruck Diebe und Räuber von den Menschen damals für die politische Partei der Zeloten verwendet. Die Piratenpartei in Deutschland hat auch nichts mit Booten und Seeräuberei zu tun, sondern damit, dass sie zum Beispiel Urheberrechte und Patente auf Informationen gezielt aufheben will. Die Zelotenpartei zur Zeit Jesu hat versucht, die Herrschaft Roms im alten Palästina aufzuheben und das Reich Gottes mit militärischer Macht zu errichten.

Man könnte also sagen, dass die Diebe und Räuber Menschen sind, welche die Gemeinde des Herrn bauen wollen aus eigener Kraft und mit menschlichen Mitteln. Genau das ist auch heute das Ziel vieler Gemeindebauprogramme, die versuchen, biblische Begriffe wie Sünde, Hölle, stellvertrender Tod Christi, etc. abzuschaffen und dadurch möglichst viele Menschen zu ethisch korrekten aber nach wie vor ungläubigen Menschen umzugestalten. Christlicher Anstrich, aber nichts echtes darunter, muss man hierzu sagen.

Dass es sich dabei um Menschen handelt, die versuchen, an die Gemeinde zu kommen, ohne an Christus vorbeikommen zu müssen, sagt der Herr hier auch mit den Worten „die vor mir kamen“. Das „vor“ in diesem Satz lässt sich auch mit „anstelle von“ übersetzen. Es ist also somit auch jemand, der versucht, sich selbst oder seine Ideen an die Stelle des Herrn Jesus zu setzen.

Das zweite Merkmal der Diebe und Räuber nennt der Herr auch: Die Schafe haben nicht auf sie gehört. Die wahre Schafherde lässt sich nicht von einem Dieb und Räuber abziehen, auch wenn diese es noch so sehr versuchen. Vielmehr hört diese Schafherde auf das, was der Herr ihr zu sagen hat.

Der Herr Jesus Selbst ist es, der dafür sorgt, dass Seine Herde Ihn hören kann. Durch den Heiligen Geist, der mit unserem Geist zusammenwirkt, funktioniert diese Verständigung, sofern sie nicht durch irgend eine Sünde blockiert ist, von der man nicht lassen will.

Durch das regelmäßige und gründliche Bibellesen und den Besuch der Gemeindebibelstunden sowie durch das Reden mit dem Herrn im Gebet werden wir sensibel und aufmerksam auf das, was der Gute Hirte uns zu sagen hat.

Das dritte und schlimmste Merkmal eines Diebes und Räubers ist, dass er immer kommt, um zu stehlen und zu zerstören. Dies ist oft nicht einmal von ihm beabsichtigt. Manche dieser Diebe und Räuber kommen in der besten Absicht und wollen der Herde sogar helfen. Aber gerade weil sie nicht durch die Türe hereinkommen, gerade weil sie den Herrn Jesus nicht wirklich, oft nur äußerlich, kennen, richten sie riesigen Schaden an. Jesus sagte hierzu in Lukas 11, 23:

Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

Bei einer Schafherde ist es wichtig, dass sie immer wieder gesammelt wird. Beim Grasen hat jedes Schaf so seine eigene Art, die Herde immer ein wenig mehr zu verlassen, immer etwas weiter weg zu gehen. Des Hirten Aufgabe ist es nun, sie wieder einzusammeln und vorwärts zu bringen. Das ist auch in der Gemeinde so. Ein Pastor, der von bestimmten Spezialthemen so begeistert ist, dass er nichts anderes mehr zu predigen weiß, zum Beispiel nur noch über die Offenbarung und Endzeitprophetie, aber darin vergisst, seine Herde immer wieder zum Herrn Jesus zu bringen, wird sie zerstreuen.

Um als gute Hirten einer Gemeinde, einer Familie oder einer Jungschargruppe für den Herrn arbeiten zu können, müssen wir unsere Herde immer wieder und wieder zum Herrn bringen. Über das sprechen, was der Herr für uns getan hat, was Er für uns ist. Dann wird diese Herde nämlich auch wachsen. Nicht nur in der Zahl, sondern vor allem auch in der Qualität. Der Glaube nimmt zu bei den Menschen, die unter einem guten Hirten stehen, er wird gestärkt durch das gute Vorbild und dadurch, dass die ganze Gemeinde regelmäßig unter das Wort des Herrn kommen.

Dann werden es auch immer mehr sein, die verstehen, was Jesus uns da als nächstes sagt:

  1. Jesus ist die Tür zum Leben

Jesus ist nämlich nicht nur die Türe zu den Schafen, sondern auch die Türe zum Leben. Dies bedeutet für uns ganz konkret, dass jeder, der durch sie hineingeht, ewiges Leben hat und für immer gerettet ist. Der Herr Jesus ist der Weg und die Wahrheit und das Leben, und es kommt nie und nimmer irgend jemand zu Gott, ohne bei Ihm vorbeizukommen. Das ist für uns sehr wichtig zu wissen. Egal in welcher Zeit und in welcher Kultur jemand geboren wurde, keiner kommt zum Vater, ohne bei Jesus durch die Türe gekommen zu sein. Gleich nach dem Fall im Garten Eden haben die ersten Menschen von Gott das Versprechen bekommen, dass der Herr Jesus kommen wird. Der Nachkomme der Frau wird dem Nachkommen der Schlange den Kopf zertreten. Und von dem Moment an hat die Menschheit gewusst, dass Jesus kommen wird. Niemand konnte sich entschuldigen. Und niemand wird sich jemals mit dem Argument entschuldigen können.

Wenn wir uns dessen bewusst sind, wird uns das helfen, andere mit viel Freimütigkeit in die Gemeinde einzuladen. Wir sagen ihnen, dass wir auch gerne ein Stück weit mit ihnen zusammen zur Gemeinde gehen und den Gottesdienst gemeinsam besuchen wollen. Weiter werden wir aber auch gerade in dem Wissen mit großer Ernsthaftigkeit für die verlorenen Menschen beten, die den Herrn Jesus noch nicht angenommen haben und deshalb ihre Schuld noch selbst mit sich herumschleppen und unter Gottes Zorn und Gericht stehen.

Wenn wir mit unseren Mitmenschen über den Glauben sprechen, so dürfen wir wissen, dass der Herr Jesus uns versprochen hat, uns zu helfen und uns durch Seinen Heiligen Geist im richtigen Moment die richtigen Worte schenken wird.

Weiter wird jeder, der durch diese Türe hineingeht und den Herrn Jesus aufnimmt, Weide finden. Diese Weide steht für all das, was unsere täglichen Bedürfnisse stillt. Der Herr Jesus ist der gute Hirte, der uns vom sicheren Stall zum saftigen Gras der Weide, von der Weide zur frischen Wasserquelle und wieder zurück führt. Er ist in allem dafür besorgt, dass es uns gut geht.

Dieser Gute Hirte ist der Herr Jesus Selbst, der uns Frieden schenkt, indem Er uns mit Sich Selbst versöhnt. Er sorgt in wunderbarer Weise für uns, indem Er uns die örtliche Gemeinde als Wiese gibt.

Dort in der Gemeinde sind wir füreinander da, wir dürfen einander Hirten sein: Der Hauskreisleiter seinen Schutzbefohlenen, der Jugendleiter seinen Teenies, und so weiter. Der Ehemann ist der Hirte seiner Ehefrau, Eltern die Hirten ihrer Kinder, usw. Als Hirten haben wir uns darum zu kümmern, dass unsere Schäflein Weide finden, und zwar sollen wir um das Allerbeste besorgt sein.

Als Familienvater führen wir die regelmäßige tägliche Andacht mit der ganzen Familie ein, die der Vater vorbereitet. So bekommt die ganze Familie ihr geistliches Brot.

Wer auf die Weide des guten Hirten kommt, wird drittens auch für sein ganzes Leben einen Sinn bekommen und wirkliche Erfüllung. Diese Erfüllung besteht gerade auch darin, dass wir anderen in dem helfen dürfen, was wir gut können. Indem wir anderen helfen, sie lehren und sie wachsen sehen, nimmt auch unsere eigene Freude zu. Die gemeinsame Freude am Ergebnis des gemeinsamen Wachsens und Vorankommens, ist wunderbare Erfüllung.

Ich fasse zusammen:

Damit wir rechtmäßig als Hirten von Gott einen Zugang zur Gemeinde bekommen können, müssen wir selbst unter dem Guten Hirten stehen und uns von Ihm verändern und prägen lassen. Es gibt Diebe und Räuber, die versuchen, die Gemeinde zu zerstreuen, weil sie ihre Herde nicht regelmäßig unter den Einfluss der Guten Nachricht von Jesus Christus bringt. Die Gemeinde, welche die göttliche Herde ist, hat für jeden von uns seinen Platz, an dem er anderen Schäflein in der Gemeinde helfen kann. Gemeinsam freuen wir uns deshalb über das Wachstum, das dadurch geschieht.

Die Gemeinde – der Leib Christi

Die Gemeinde – der Leib Christi

Hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird nicht allein in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen und wobei er alles unter seine Füße tat und ihn zum Haupt über alles der Gemeinde gab, welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt (Epheser 1, 21 – 23)

Hier nun wird zum ersten Mal in unserem Brief an die Epheser die Gemeinde, um die es im ganzen Brief schon geht, bei ihrem Namen genannt. Es ist die Ekklesia, die Gemeinschaft der Herausgerufenen. Sie ist der Leib des Herrn Jesus, den sie als solcher hier auf der Erde repräsentiert. Durch diesen Leib will der Herr Jesus Christus auf der Erde Sein Reich bauen. Jeder in der Gemeinde ist ein Teil des irdischen Körpers von Jesus, Seine Hände, die wir anderen hinstrecken und sie damit unterstützen sollen, Seine Beine, um dorthin zu laufen, wo Unrecht geschieht, und Sein Mund, um an Seiner Stelle für die Betrogenen und Unterdrückten, Schwachen und Armen zu reden. Die Ekklesia ist dazu berufen, von Gott als der Liebe in Person und von der großen Tat des Herrn Jesus, die den Zugang zu Gott wieder geöffnet hat, zu erzählen. Sie ist der Leib, der irdische Körper des Herrn Jesus, der für sie Sein Leben gab, für sie gestorben und auferstanden ist. Durch diesen Tod und die darauffolgende Auferstehung sind alle Mächte der Finsternis besiegt. Hier werden sie ganz unterschiedlich mit Fürstentümer, Gewalten, Mächte und Herrschaften genannt. Da es am Schluss des Briefes noch einmal um diese geht und sie dort ähnlich benannt werden, kann man davon ausgehen, dass es sich hier um verschiedene Stufen einer Hierarchie handelt. So wie es bei den Engeln verschiedene Stufen gibt (Cherubim, Seraphin, Erzengel, Engel, etc.) wird es auch im Reich der Finsternis diverse dieser Abstufungen geben. Es ist für uns nicht relevant, zu welcher Stufe welche Dämonen oder Engel genau gehören. Alle Teufel und Dämonen sind besiegt und unterworfen, das heißt, sie können im Namen Jesu ausgetrieben werden.

Der Herr Jesus ist weiter auch über jeden Namen erhoben. Sein Name ist der höchste aller Namen und der absolut einzige, in dem das Heil zu finden ist. Es gibt im Himmel und auf Erden keinen einzigen Namen, der mit diesem Einen vergleichbar wäre. So kann kein Mohammed mit okkult himmlischem Koran, kein Neuprophet mit Botschaften, die dem Herrn widersprechen, noch sonst irgend etwas kommen und einen Namen beanspruchen, der demjenigen des Herrn Jesus auch nur annähernd ähnlich erhaben sei. Dieselbe Kraft, durch die der Herr Jesus von den Toten auferweckt wurde, die ist es auch, die in uns lebt. Derselbe Geist, der in 1. Mose 1, 2 über den Wassern schwebte oder brütete, also die Schöpfung hervorbrachte, ist es auch, der in uns lebt. So haben wir als Träger dieses Heiligen Geistes auch dieselben Möglichkeiten, die der Herr Jesus hatte, als Er auf der Erde lebte. Er tat alles nur aus dem Wissen heraus, dass Er nur das tun kann, was Ihm der Vater auftrug. Er lebte aus dieser Beziehung heraus und wenn wir uns ebenso in diese Beziehung mit dem Herrn investieren und alles, was wir tun, aus dem Auftrag heraus tun, den Er uns gegeben hatte, dann wird uns nichts unmöglich sein.

Die Herrschaft des Herrn Jesus soll unter uns sichtbar werden. Nicht nur, indem wir den ursprünglichen Auftrag aus der Zeit des Gartens Eden ernst nehmen und umsetzen, sondern auch ganz speziell dadurch, dass wir im Gehorsam gegenüber Seinem Wort leben. Das bedeutet, dass wir uns ganz unserer Gemeinde hingeben. Sie ist der Leib Christi. Einer allein ohne Gemeinde kann nie ein Leib Christi sein, sondern das ist immer die jeweilige Gemeinde, der wir uns verbindlich angeschlossen haben. Ihr gehören wir, so wie unsere Nieren unserem Körper, also uns, gehören. Deshalb gehört auch die Zeit, Kraft, unsere Talente und Begabungen, einfach alles, was wir sind und haben, ihr. Dies bezieht sich somit auf alle Dinge, die wir tun, deshalb auch zunächst einmal das, was wir verdienen. Denn wir können es nur deshalb verdienen, weil Gott uns mit unserer Persönlichkeit, unserer Fähigkeit zu lernen, unserem Verstand und so weiter geschaffen hat. Weiter bezieht es sich auch auf unsere Freizeit, also alle Zeit nebst dem Schlafen, Essen und Arbeiten. Wenn wir eine (eigene) Familie haben, so muss natürlich genügend Zeit für die Erziehung der Kinder eingeplant werden, das beinhaltet zum Beispiel die Hilfe bei den Hausaufgaben, das Lehren der wichtigen Dinge im Haushalt (Putzen, Waschen, Kochen, Bügeln, Ordnung und Sauberkeit, etc.) und vieles mehr. Dann ist es aber auch unsere Aufgabe, die Anlässe der Gemeinde mit unserer tatkräftigen Mitarbeit zu unterstützen.

Durch diesen Gehorsam, den wir ausüben, wird die Macht Christi auf der Erde proklamiert. Wir machen mit unserem Handeln im Gehorsam gegen Christus und Seine Gemeinde das Reich Gottes auf der Erde sichtbar. Es manifestiert sich also in unserem Handeln im Glaubensgehorsam. Und dadurch, dass wir uns der Gemeinde hingeben und uns in sie investieren, wird zugleich das Reich Gottes weiter ausgebreitet und ausgedehnt. Es ist ein geistliches Prinzip, dass die Macht Christi dort wirksam wird, wo immer wir Ihm gehorsam sind und Seinem Auftrag gehorchen. Dieser Auftrag ist zuerst der Gemeinde als Ganzes gegeben und an zweiter Stelle jedem Einzelnen innerhalb dieser Gemeinde, in seiner örtlichen Gemeinde seinen Platz einzunehmen und dort in dem Auftrag mitzuarbeiten. Gott sucht jede und jeden von uns als Mitarbeiter in Seinem Reich. Wer von uns zu viel Zeit hat (also genügend Zeit, um Dinge zu tun, die Gott nicht gefallen), tut anscheinend zu wenig das Richtige (nämlich die Dinge, von denen Gott möchte, dass wir sie tun).

Weißt du, wo dein Platz in deiner Gemeinde ist? Hättest du noch mehr Kapazitäten, die du freimachen könntest, um dort mit anzupacken, wo Hilfe nötig ist? Sei gesegnet in deinem Dienst!

Gottes Allwissenheit

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist schon seit langem kein Geheimnis mehr, wie sehr heidnisch-philosophisches Denken in unser Denken von Gott eingedrungen ist. Es herrscht in unserer Zeit eine große Verwirrung darüber, wie Gott ist und wie nicht und wie wir das verstehen können. Mir ist es sehr wichtig, dass wir als Christen an dem festhalten, was Gott uns in Seiner Gnade in der Bibel gegeben hat. Es herrscht seit einiger Zeit in unseren Kreisen, die wir uns als bibeltreu oder evangelikal nennen, die Unsicherheit, ob Gott wirklich allwissend sein kann, da doch der Mensch keine Marionette Gottes ist, sondern sein Leben nach den Möglichkeiten eines freien Willens gestalten kann. Ich werde versuchen, die Antworten auf dieses Problem möglichst kurz zu fassen. Wer diesen Artikel gut findet, darf ihn sehr gerne unter Angabe des Autors weiter verbreiten. Zunächst will ich begründen, warum Gott allwissend ist, danach wenden wir uns in aller Kürze dem freien Willen zu und zum Schluss möchte ich die Folgen aufzeigen, die automatisch folgen müssen, wenn wir die Lehre von der Allwissenheit Gottes auch nur am Rande aufzulösen beginnen.

Gottes Allwissenheit

Es gibt in der Hauptsache vier Arten, auf welche die Bibel Gottes Allwissenheit bezeugt:

  1. Gott ist Schöpfer und Erhalter von Raum und Zeit. Da Er die Schöpfung außerhalb von Sich Selbst geschaffen hat (also sie ist weder aus Ihm „herausgekommen“ noch ein Teil von Ihm), steht Er außerhalb von Raum und Zeit. An diesem Ort gibt es keine Abfolge der Dinge, sondern alle Dinge, Handlungen, Ereignisse stehen in vollkommener Weise zu jeder Zeit vollkommen klar und ausgebreitet vor Ihm.

  2. Gott hat alles nach einem Plan geschaffen. Nach diesem Plan ist nicht nur unser Heil (unsere Erlösung) vorherbestimmt, sondern auch unsere Taten (Eph. 2, 10).

  3. Die Bibel bezeugt Gottes Allwissenheit (Psalm 147,5; Hiob 38, 2-7; Daniel 2,22; Matth. 6,32 im Kontext u.v.a.m.).

  4. Die Tatsache, dass es biblische Prophetie gibt, beweist dies zusätzlich. So kann zum Beispiel Jesaja, der um mehrere Jahrhunderte früher gelebt hatte, den Namen des Königs Kyrus voraussagen (Jes. 45,1) und viele Details aus dem Leben Jesu und sogar aus der heutigen Zeit (zum Beispiel die neue Staatsgründung Israels und Rückführung der Juden) konnten so exakt vorausgesagt werden. Dies ist nur möglich durch die absolute Allwissenheit Gottes.

Der unfreie freie Wille des Menschen

Hier haben wir es nun mit einem Problem der modernen Philosophie zu tun. Es ist nun mal so, dass Gott den Menschen tatsächlich mit der Möglichkeit eines freien Willens ausgestattet hat. Zumindest war dies vor dem Sündenfall einmal so. Der Mensch konnte sich jederzeit frei entscheiden, Gott gehorsam zu bleiben oder nicht. Seit dem Sündenfall jedoch gibt es keine Menschen mehr mit einem solch perfekten freien Willen. Jeder Mensch wird von Kind auf von unperfekten, sündigen Menschen erzogen. Dies führt dazu, dass ein Kind schon von seinen allerersten Vorbildern das Sündigen lernt. Ein Mensch, der dies erst einmal gelernt hat, kann nicht mehr als frei bezeichnet werden, denn seine Gewohnheiten lenken sein Tun. Seine Gewohnheit, zu Sündigen, härtet von den ersten Tagen seines Lebens das Gewissen ab und verdunkelt seinen Blick für die göttliche Wahrheit bis tief in die geistliche Blindheit hinein. So kann ein Mensch aus sich selbst niemals wirklich das Richtige, das Göttliche erkennen und tun. Der Mensch hat somit klar seine Möglichkeiten, sich zu entscheiden, tut aus sündiger Gewohnheit heraus aber nie das, was er tun sollte, nämlich den Herrn Jesus als Herrn seines Lebens anzunehmen. Hierfür ist eine göttliche Herztransplantation nötig (Hes. 36,26), sowie die Verabreichung einer göttlichen Augensalbe (Offb. 3,18).

Folgen des falschen Gottesverständnisses

Wenn wir die Allwissenheit Gottes einschränken und den freien Willen des Menschen dafür erheben, so führt dies zu logischen Konsequenzen des Glaubens:

  1. Gott wird dadurch machtlos und überrascht gemacht. Er kann dann erst wissen, was wir wirklich brauchen, nachdem wir ihn darum gebeten haben. Außerdem gibt es dann immer wieder Situationen, in denen er von den komischen Entscheidungen der Menschen überrascht wird und kann wohl sein Leben damit verbringen, darauf zu reagieren und manche Dinge wieder zurechtzubügeln.

  2. Die Irrtumslosigkeit der Bibel wird in Frage gestellt und statt dessen durch philosophische Argumente ersetzt. So kommt die die Bibelkritik, welche unter liberalen Theologen längst verbreitet ist, auf Schleichwegen in unser evangelikales (und bibeltreues) Denken hinein. Das ist eine sehr große Gefahr. Wenn dieses Fundament erst einmal in Brüche gegangen ist, gibt es kein Halten mehr, denn die liberale Bibelkritik (besonders die sogenannte „Leben-Jesu-Forschung“, in der man versuchte, das Leben Jesu als Mensch nachzuvollziehen, indem man alles Übernatürliche aus den Evangelien ausschloss und so als Endresultat gar keinen Jesus mehr hatte, wie A. Schweitzer sehr schön aufzeigte) hat uns gezeigt, dass am Schluss ALLES in Frage gestellt wird, wenn man erst einmal an einem Ende begonnen hat, die Bibel in Frage zu stellen.

  3. Die Allmacht Gottes und der allumfassende Plan Gottes wird in Frage gestellt. Die menschliche, durch den Sündenfall stark beeinträchtigte Vernunft wird plötzlich zum Mittelpunkt, zum Maßstab für das, was Gott können darf und was nicht. Dadurch wird der Mensch auf sich selbst geworfen und als solcher Geworfener der absoluten Verzweiflung preisgegeben.

  4. Wenn die menschliche Entscheidung so stark ins Zentrum rückt, kommt es notwendigerweise zu einer Veränderung des biblischen Evangeliums zu einem unbiblischen, von dem Paulus treffend sagt, dass es keines sei. Statt weiterhin daran festzuhalten, dass Gottes Plan feststeht und Menschen durch den effektiven Ruf des Evangeliums zum Glauben kommen, besteht nun plötzlich die Möglichkeit, dass Gott wohl gar nicht gewusst haben könnte, ob irgend jemand überhaupt jemals auf diesen Ruf antworten würde. Welch eine verabscheuungswürdige Gotteslästerung!

  5. Es dürfte keine biblischen Prophetien geben, die eintreffen oder falls sie doch eintreffen, müssten sie rein zufällig sein. Das würde auch bedeuten, dass unsere Hoffnung auf die noch ausstehenden Verheißungen Gottes nur eine Illusion seien.

Wenn dies der Fall wäre, was bleibt uns dann noch? Ein Gott, der uns liebt, aber nichts für uns tun kann, weil er uns ja völlige Freiheit lassen will. Ein Gott, der beschränkter und kleiner ist als Menschen. Ein Gott, der bequem ist, weil man ihn erklären kann und weil er einem nicht dazwischenfunkt. Doch wenn dem so wäre, würde es uns mehr bringen, irgend etwas anderes zu unserem Götzen zu machen. Das Geld, die Ehre, den Job, die Familie, das Auto oder sonstwas. Das würde im angenommenen Fall erstens mehr Sinn machen und hätte zweitens deutlich mehr Vorteile.

Grundlagen menschlichen Denkens

In einer Zeit wie der unsrigen heute, in welcher die Absolutheit der Wahrheit überhaupt immer mehr in Frage gestellt wird, müssen wir uns einmal mehr mit der Frage befassen, was überhaupt Wahrheit ist und wie sie gewonnen wird. Letzten Endes glaubt jeder Mensch irgendwie, dass Wahrheit etwas sein muss, das existiert. Also: Es muss etwas geben, das wahr ist. Wer behaupten will, dass es keine absolute Wahrheit gibt, dürfte nicht einmal mehr an einfachen mathematischen Wahrheiten festhalten wie zum Beispiel diejenige, dass 1 + 1 = 2 ist. Weiter dürfte eine solche Person auch nie jemand anderem vorhalten, eine Unwahrheit zu vertreten, denn dann müsste diese Person absolut jeden Maßstab zur Findung der Wahrheit ablehnen. Spätestens jetzt wird klar, dass jeder Mensch irgend einen solchen Maßstab hat, nach welchem sein Denken arbeitet. Dieser Maßstab kann je nach Erziehung, Prägung, individueller Erfahrung unterschiedlich sein. Dies führt dazu, dass unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen oft auch nach Maßstäben leben und denken, die einander entgegengesetzt sind. Was aber allen Menschen gemeinsam ist, das ist die Überzeugung, dass es einen solchen Maßstab gibt. Jeder Mensch, auch wenn er das nicht weiß, selbst dann, wenn er abstreitet, dass es so sei, lebt nach irgend welchen Maßstäben. Dieses Leben nach Maßstäben ist allen Menschen gemeinsam. Noch etwas Weiteres ist allen Menschen dieser Welt gemeinsam: Sie alle können (tun es nicht automatisch, aber haben die Möglichkeit dazu) über diese Maßstäbe nachdenken, sie reflexieren. Diese Fähigkeit unterscheidet den Menschen von der übrigen Natur. Ein Tier handelt auch nach Maßstäben (Instinkten) und hat sogar die Möglichkeit, durch Lernen diese Maßstäbe zu verändern, aber es kann nicht darüber nachdenken, warum es so handelt und wodurch diese Maßstäbe bedingt sind.

Da wir aber diese Fähigkeit zur Reflexion besitzen, sind wir Menschen auch echte Persönlichkeiten. Ich möchte den Gedanken mal folgendermaßen zu fassen versuchen: Charakter ist nicht gleich der Persönlichkeit. Tiere haben einen Charakter, der Charakter von verschiedenen Tieren derselben Art wird durch unterschiedliche Erfahrungen (Lernen ist immer eine Erfahrung) geprägt. Ein Tier kann ängstlich, neugierig, etc. sein. Den Begriff Persönlichkeit möchte ich so definieren, dass zum individuellen Charakter noch die Möglichkeit zur Reflexion hinzu kommt. Wenn man von gewissen atheistischen Aussagen ausgeht, nämlich dass alles Entstandene nur Energie + Zeit + Zufall sein soll (Materie ist schließlich verdichtete Energie), dürfte kein Mensch die Möglichkeit zu dieser Reflexion haben. Es müsste schlichtweg verboten werden, das zu können. Was nicht sein kann, darf ja auch gar nicht sein. Da wir aber diese Fähigkeit dennoch besitzen, sollten wir uns mal auf die Suche machen, woher sie kommen kann. Ich habe mich auf diese Suche gemacht und bin zu dem einen Ergebnis gekommen, dass es nur eine einzige Lösung gibt für diese Frage. Wenn man all die Denkweisen und „Systeme“ mal konsequent zu Ende denkt, kommt man letztendlich immer zum Schluss, dass es nicht sein kann, also nicht sein darf, dass wir diese Möglichkeit der Reflexion haben.

Das absolut einzige „System“, das uns eine befriedigende Antwort geben kann, das ist und bleibt die Bibel. Sie sagt nämlich, dass Gott den Menschen in Seinem Bild und nach Seiner Ähnlichkeit geschaffen hat. Sie sagt weiter, dass Gott auch Raum und Zeit geschaffen hat. Er, der allwissende Gott, hat unser Weltall mit der Erde in ihren vier Dimensionen geschaffen, und steht somit außerhalb von ihr. Da Gott allwissend ist und außerhalb von Raum und Zeit steht, besitzt Er somit die unendliche Ausprägung der Persönlichkeit. Während wir Menschen im Lernen darum ringen, mehr Wissen über uns selbst, über Gott, über unsere Welt, und so weiter zu bekommen, weiß Er zu jeder Zeit alles, was war, was ist, und was noch geschehen wird. Und dieser Gott hat uns Menschen in Seiner Ähnlichkeit geschaffen. Man kann es mit einem Vergleich auszudrücken versuchen: Was der Mensch als Lebewesen in vier Dimensionen schafft, das ist auf drei Dimensionen beschränkt. Ein Computer muss mit WENN-DANN-Schleifen und Ähnlichem programmiert werden. Er funktioniert zwar in vierten Dimension, aber die Abläufe sind immer für einen bestimmten Moment programmiert. Ein Computer kann deshalb nie höher entwickelt werden als sein Programmierer. So braucht auch der Mensch mit seiner Möglichkeit zur Reflexion einen „Programmierer“, der über eine noch höhere Stufe dieser Reflexion verfügt, das ist Gottes Allwissenheit. So ist alles, was wir tun, sagen, denken, schreiben, empfinden, etc. ein Ausdruck unserer Persönlichkeit und damit ein Hinweis auf den lebendigen und persönlichen Gott der Bibel.

Weiter sagt die Bibel auch, dass Gott uns in ihr die Wahrheit gegeben hat. Sie erhebt somit den Anspruch, der wahre Maßstab für unsere Maßstäbe zu sein. Damit klarzukommen ist nicht ganz einfach, denn wer mag es schon, zugeben zu müssen, dass seine Erfahrungen sich nicht mit der absoluten Wahrheit decken? Wer mag es schon, wenn man seine Denk- und Lebensweise in Frage stellt? Letzten Endes kann man aber nur gewinnen, wenn man bereit ist, seine Maßstäbe mal gründlich unter die Lupe zu nehmen. Wenn sie nämlich übereinstimmen, dann bekommen wir umso mehr Gewissheit, wenn sie aber falsch sind, so können wir den Maßstab, nach welchem wir unser Leben ausgerichtet haben, korrigieren.

Nehmen wir als Beispiel mal die Vorgehensweise in der modernen Naturwissenschaft. Die Methodologie in dieser folgt zumeist derjenigen des sogenannten „wissenschaftlichen Realismus“. Diese Theorie geht davon aus, dass alles, was man beobachten kann, wahr sein muss. Mit Beobachten ist natürlich das ganze Spektrum von Sehen, Messen, Erforschen, etc. gemeint. Also nicht nur das Sehen mit dem Auge, sondern der gesamte Bereich des Feststellens. In sich geschlossen, ohne von extern irgendwelche Feststellungen zu nehmen, kann diese Theorie keinen Beweis dafür erbringen, dass sie sich auf dem Boden der absoluten Wahrheit befindet. Rein theoretisch gesehen könnte es auch sein, dass unser ganzes Leben, alles was wir tun und sehen und alle Gespräche mit anderen Menschen, und so weiter, unserer Einbildung entspringen oder uns von außen vorgegaukelt wird. Der wissenschaftliche Realismus ist ein geschlossenes System, ein Kreis ohne Anfang und ohne Ende, und das macht es unmöglich, diese Theorie zu beweisen. Sie kann nur auf die Erfahrung (dass es so funktioniert) und auf die Rationalität, also den Gebrauch des Verstandes, hinweisen. Ohne eine höhere Autorität anzuerkennen, die über dieser Theorie steht, ist sie unbeweisbar. Die Erfahrung eines Wissenschaftlers, der sich innerhalb dieses Kreises befindet, sowie der Gebrauch seines Verstandes, der sich ja ebenso darin befinden muss, kann und darf er deshalb nicht als Beweis heranziehen.

Was wir also brauchen, das ist ein festes, unerschütterliches Fundament dafür, dass

a. Wahrheit etwas ist, was es tatsächlich gibt,
b. Diese Wahrheit gefunden werden kann und
c. Der Mensch die Voraussetzungen hat, diese Wahrheit zu finden.

In Johannes 17, 17 sagt Jesus in Seinem Gebet: Dein Wort ist Wahrheit. Wenn wir also überzeugt sind, dass wir Gottes geschaffene Kreatur sind, und zwar nach Gottes Ebenbild als Persönlichkeiten mit der Fähigkeit zur Reflexion, dann sagt uns Gott weiter, dass Er uns die Wahrheit gegeben hat in Seinem Wort. Somit ist die Bibel als Gottes Wort die Wahrheit. Doch erst dann, wenn wir das erkannt haben, nämlich dass es so ist, haben wir erstens das Fundament für den Punkt a., nämlich dass es Wahrheit gibt und zweitens den Maßstab für diese Wahrheit. Wenn wir also die Lehre, dass wir von Gott als Persönlichkeiten geschaffen wurden, als wahr erkannt haben, so sollten wir uns nicht scheuen, auch den zweiten Teil, nämlich dass Gottes Wort der Maßstab für alle Wahrheit ist, als korrekt anzuerkennen. Dies erst gibt dem Menschen die echte Legitimation für wissenschaftliche Forschung. Da uns Gottes Wort in schriftlicher Form übergeben ist, steht auch der positiven Beantwortung des Punktes b. nichts mehr im Wege. Die Bibel als solche ist der Maßstab für alle wissenschaftliche Erkenntnis. Das hat natürlich Konsequenzen. Die Wissenschaft ist dadurch zum Ersten ethisch an bestimmte Richtlinien gebunden, die noch zu erörtern wären. Zum Zweiten muss sich alle Erkenntnis in ihrem Inhalt an der Gesamtheit der Bibel messen lassen. Auch dies muss an anderer Stelle noch genauer geklärt werden.

Welches sind denn nun die Voraussetzungen, um die Wahrheit zu finden? Die wichtigste Voraussetzung haben wir auch schon benannt, nämlich die Bereitschaft, alle neue Erkenntnis an Gottes Wort zu messen. Da Gott außerhalb des Raum-Zeit-Schemas steht, weiß Er zu jeder Zeit alle Wahrheit voll und ganz. Deshalb ist das Phänomen Prophetie möglich (Gott spricht im Voraus durch Menschen Dinge, die in Raum und Zeit erst später stattfinden werden). Genau so verhält es sich auch mit wissenschaftlichen Aussagen. Gott kennt alle Naturgesetze, alle Begebenheiten, alle Erfindungen, Entdeckungen und Erkenntnisse schon im Voraus. Die Bibel will als solche nicht ein wissenschaftlich aufgebautes systematisches Lehrbuch sein, aber ihre Aussagen widersprechen der wissenschaftlichen Wahrheit nie. Deshalb sind Theorien, die der Bibel entgegenstehen, zu verwerfen. Sie sind wie Kartenhäuser jedem Lufthauch ausgeliefert. Ich bin dem Herrn Jesus dankbar, dass Er Selbst eigenhändig dafür sorgt, dass die Naturgesetze in Kraft bleiben, solange diese Erde noch besteht (Kolosser 1, 16 – 17). Dafür gebührt Ihm alle Ehre. Denn Er ist es, dem wir es verdanken, dass wissenschaftliche Forschung überhaupt möglich ist. Und Er ist der Herr, auch unseres Verstandes!

Mein Predigtarchiv

2007:

Vergebung 30. 09. 2007 FEG Rheinfelden Baden: Matth. 18 (41 Minuten)

Geist der Kraft 18. 11. 2007 FEG Rheinfelden Baden: 2. Tim. 1, 6 – 7 (42 Minuten)

2008:

Pfingsten 2008 Pfingsten 2008 FEG Basel: Joh. 7, 37 – 39 (34 Minuten)

Gottesfurcht 18. 05. 2008 FEG Rheinfelden Baden: Sprüche 1, 7 (31 Minuten)

Gefühle und Wirklichkeit 29. 06. 2008 FEG Rheinfelden Baden: Hoheslied 5 (27 Minuten)

Mose als Fürbitter 24. 08. 2008 CGO Telfs, Österreich: Exodus 32, 7 – 12 (42 Minuten)

Zusammenstehen im Leiden 14. 09. 2008 FEG Basel: Philipper, 12 – 26 (30 Minuten)

2009:

Aufschauen 29. 03. 2009 FEG Rheinfelden Baden: Hebräer 12, 1 – 3 (35 Minuten)

Missionsbefehl 26. 04. 2009 FEG Rheinfelden Baden: Matth. 28, 18 – 20 (29 Minuten)

Autorität 02. 08.2009 FEG Rheinfelden Baden (36 Minuten)

2010:

Unterordnung 20. 02. 2010 FCG Schopfheim (28 Minuten)

Frieden mit Gott 19. 06. 2010 FCG Schopfheim: Epheser 1, 1 – 2 (33 Minuten)

Segnungen 17. 07. 2010 FCG Schopfheim: Epheser 1, 3 (20 Minuten)

Versiegelt 13. 11. 2010 FCG Schopfheim: Epheser 1, 11 – 14 (35 Minuten)

Weihnachten 2010 26. 12. 2010 Volksmission Wälde: Galater 4, 4 – 5 (47 Minuten)

2011:

Nicht einen Geist der Furchtsamkeit 06. 03. 2011 Volksmission Wälde: 2. Tim. 1, 6 – 7 (42 Minuten)

Wandeln im Geist 10. 04. 2011 FCG Bad Tölz: Römer 8, 1 – 4 (44 Minuten)

2012:

Das doppelte Liebesgebot 26. 02. 2012 Volksmission Freudenstadt: Markus 12, 29 – 31 (47 Minuten)

Treue und wahrhaftige Zeugen 25. 03. 2012 Volksmission Wälde: Offb. 3, 14 – 22 (51 Minuten)

 Wie Mein Vater Mich gesandt hat 08. 04. 2012 Volksmission Wälde: Joh. 20, 21 (33 Minuten)

 Muttertag: Geistliche Mutterschaft 13. 05. 2012 Volksmission Wälde: Titus 2, 1 – 5 (31 Minuten)

 Der schwere Weg nach Hause 01. 07. 2012 Volksmission Wälde: Ruth 1, 1 – 7 (28 Minuten)

 Wo du bist, da will ich auch sein 22. 07. 2012 Volksmission Wälde: Ruth 1, 8 – 22 (30 Minuten)

Daniel: Gott ist mein Richter 12. 08. 2012 FCG Schramberg: Daniel 6, 12 (37 Minuten)

Zuflucht unter Gottes Flügeln 19. 08. 2012 Volksmission Wälde: Ruth 2, 1 – 23 (42 Minuten)

Strategie der Gerechtigkeit 02. 09. 2012 Volksmission Wälde: Ruth 3, 1 – 18 (45 Minuten)

Henoch: Gemeinschaft mit Gott 23. 09. 2012 FCG Schramberg: Gen. 5, 21 – 24; Hebr. 11, 5 – 6; Jud. 14 – 15 (39 Minuten)

Endlich Ruhe gefunden 07. 10. 2012 Volksmission Wälde: Ruth 4, 1 – 22 (40 Minuten)

Barnabas – der Sohn des Trostes 18. 11. 2012 Volksmission Wälde: Apg. 9, sowie 11 und 15 (41 Minuten)

Advent – Gottes Liebe kommt! 02. 12. 2012 Volksmission Wälde: Johannes 3, 16 (31 Minuten)

Herkunft verlangt Treue 30. 12. 2012 Volksmission Wälde: 2. Timotheus 1, 1 – 5 (34 Minuten)

2013:

Entfache das Feuer! 13. 01. 2013 Volksmission Wälde: 2. Timotheus 1, 6 – 10 (43 Minuten)

Wachsen im Glauben und im Dienst 27. 01. 2013 Volksmission Wälde: 2. Timotheus 1, 11 – 14 (46 Minuten)

Echte Freunde gesucht! 10. 02. 2013 Volksmission Wälde: 2. Timotheus 1, 15 – 18 (33 Minuten)

Bitte weitergeben! 17. 03. 2013 Volksmission Wälde: 2. Timotheus 2, 1 – 6 (38 Minuten)

Soldaten im Dienst Gottes 14. 04. 2013 Volksmission Wälde: 2. Timotheus 2, 3 – 4 (36 Minuten)

Mit ganzer Hingabe leben 10. 02. 2013 Volksmission Wälde: 2. Timotheus 1, 15 – 18 (33 Minuten)

Jesus unser Hohepriester 17. 03. 2013 Volksmission Wälde: 2. Timotheus 2, 1 – 6 (30 Minuten)

Der neue Bund – Das neue Herz 30. 06. 2013 Volksmission Wälde: Jeremia 31, 31 – 34 (44 Minuten)

Vom Eigenlob zum Gotteslob – 21. 07. 2013 Volksmission Wälde: Daniel 4, 25 – 34  (35 Minuten)

Die Heiligkeit Gottes – 04. 08. 2013 Volksmission Wälde: Jesaja 6, 1 – 8 (35 Minuten)

Zu Gottes Ehre geschaffen – 11. 08. 2013 Volksmission Wälde: Jesaja 43, 1 – 7 (33 Minuten)

Für die nächste Generation – 18. 08. 2013 Volksmission Wälde: Sprüche 1, 7 – 9 (42 Minuten)

Zu Gottes Ehre geschaffen – Teil 2 – 01. 09. 2013 Volksmission Wälde: Römer 12, 1 – 21 (38 Minuten)

1. Johannes Teil 1: Christsein ist Freude – 08. 09. 2013 Volksmission Wälde: 1. Johannes 1, 1 – 4 (35 Minuten)

1. Johannes Teil 2: Christsein ist im Licht leben – 22. 09. 2013 Volksmission Wälde: 1. Johannes 1, 5 – 7 (39 Minuten)

1. Johannes Teil 3: Christsein ist Selbsterkenntnis – 29. 09. 2013 Volksmission Wälde: 1. Johannes 1, 8 – 2, 2 (39 Minuten)

1. Johannes Teil 4: Christsein heißt, Gott zu kennen und lieben – 13. 10. 2013 Volksmission Wälde: 1. Johannes 2, 3 – 6 (39 Minuten)

Familiengottesdienst: DU bist ein Wunder Gottes – 27. 10. 2013 Volksmission Wälde: Psalm 139, 12 – 18 (21 Minuten)

1. Johannes Teil 5: Christsein heißt, den Nächsten zu lieben – 03. 11. 2013 Volksmission Wälde: 1. Johannes 2, 7 – 11 (36 Minuten)

1. Johannes Teil 6: Christsein heißt, im Glauben zu wachsen – 17. 11. 2013 Volksmission Wälde: 1. Johannes 2, 12 – 14 (41 Minuten)

1. Johannes Teil 7: Christsein heißt, nicht an der Welt zu hängen – 24. 11. 2013 Volksmission Wälde: 1. Johannes 2, 15 – 17 (30 Minuten)

1. Johannes Teil 8: Christsein heißt, die Zeit zu erkennen – 08. 12. 2013 Volksmission Wälde: 1. Johannes 2, 18 – 23 (35 Minuten)

1. Johannes Teil 9: Christsein heißt, in der Salbung zu leben – 15. 12. 2013 Volksmission Wälde: 1. Johannes 2, 24 – 29 (31 Minuten)

Weihnachten 2013: Ein großer Gott für kleine Leute – 22. 12. 2013 Volksmission Wälde: Lukas 2, 1 – 20 (28 Minuten)

Losung 2014: Gott nahe zu sein ist mein Glück – 29. 12. 2013 Volksmission Wälde: Psalm 73, 21 –  28 (40 Minuten)

 2014:

 Losung 2014: Gott nahe zu sein ist mein Glück Teil 2 – 05. 01. 2014 Volksmission Wälde: Psalm 73,28 (32 Minuten)

 Gemeinde: Gottes Geschichte in der Weltgeschichte – 12. 01. 2014 Volksmission Wälde: Galater 4, 4 – 5 (29 Minuten)

 Gemeinde: Dein Platz in Gottes Geschichte – 26. 01. 2014 Volksmission Wälde: Hebräer 10, 24 – 26 (34 Minuten)

 Gemeinde für die ganze Familie – 02. 02. 2014 Volksmission Wälde: 5. Mose 6, 4 – 9 (41 Minuten)

Liebe Gott – mit deinem ganzen Verstand! 09. 02. 2014 Volksmission Horb a. N.: Sprüche 2, 1 – 8 (31 Minuten)

Gemeinde – mit einem wichtigen Auftrag 16. 02. 2014 Volksmission Wälde: Matthäus 28, 18 – 20 (36 Minuten)

Gemeinde – mit einer großen Zukunft 23. 02. 2014 Volksmission Wälde: Offenbarung 5, 8 – 14 (41 Minuten)

Fasten – Sehnsucht nach Gott 09. 03. 2014 Volksmission Wälde: Matthäus 9, 14 – 17 (36 Minuten)

Buchhaltung mit Paulus – oder: Wenn Christus unser Alles wird 16. 03. 2014 Volksmission Wälde: Philipper 3, 3 – 11 (40 Minuten)

Begegnung mit Gott 23. 03. 2014 Volksmission Wälde: 2. Mose 33, 12 – 23 und 34, 5 – 7 (43 Minuten)

Geistliche Kriegsführung – Teil 1 04. 05. 2014 Volksmission Wälde: Epheser 6, 10 – 12 (30 Minuten)

Pfingsten: Gottes Geist treibt uns zu den Menschen 08. 06. 2014 Volksmission Wälde: Apostelgeschichte 2 (30 Minuten)

Geistliche Kriegsführung – Teil 3 07. 09. 2014 Volksmission Wälde: Epheser 6, 16 (34 Minuten)

Wahre Schönheit 26. 10. 2014 Volksmission Wälde (30 Minuten)

Geistliche Kriegsführung – Teil 4 02. 11. 2014 Volksmission Wälde: Epheser 6, 17 – 20 (34 Minuten)

Eine wunderbare Einladung 07. 12. 2014 Volksmission Wälde: Jesaja 55, 1 – 3 (26 Minuten)

Die doppelte Geburtstagsparty 21. 12. 2014 Volksmission Wälde: Johannes 1, 9 – 14 (13 Minuten)

 2015:

Jahreslosung: Nehmt einander an 04. 01. 2015 Volksmission Wälde: Römer 15, 7 – 13 (25 Minuten) 

Der Brief der Freude 25. 01. 2015 Volksmission Wälde: Philipper 1, 1 – 6 (32 Minuten)

Zeitgeist oder Gottes Geist 15. 02. 2015 Volksmission Wälde: Römer 12, 1 – 2 (30 Minuten)

Einheit in der Vielfalt 01. 03. 2015 Volksmission Wälde: Römer 12, 3 – 5 (30 Minuten)

Die Gabe der Prophetie 15. 03. 2015 Volksmission Wälde: 1. Korinther 14 u. a. (30 Minuten)

Osterpredigt 05. 04. 2015 Volksmission Wälde: Matthäus 28, 1 – 10 (33 Minuten)

Eine besondere Freundschaft 19. 04. 2015 Volksmission Wälde: 1. Samuel 18, 1 – 4 (23 Minuten)

Prophetie verstehen 31. 05. 2015 Volksmission Wälde: versch. (32 Minuten)

Die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist 14. 06. 2015 Volksmission Wälde: Johannes 14 – 16 (27 Minuten)

Hosea – Was ist Liebe? 09. 08. 2015 Volksmission Wälde: Hosea 1 – 3 (28 Minuten)

Löwe und Lamm 23. 08. 2015 Volksmission Wälde: Offenbarung 5 (32 Minuten)

Wer ist mein Nächster? 25. 10. 2015 Volksmission Wälde: Lukas 10, 25 – 37 (28 Minuten)

Mut und Demut 15. 11. 2015 Volksmission Wälde: Micha 1 – 3 (32 Minuten)

2016:

Gewohnheiten 10. 01. 2016 Volksmission Wälde: Micha 6 – 7 (32 Minuten)

Wie neu geboren 15. 01. 2016 Allianzgebetswoche Betzweiler-Wälde: Lukas 15, 11 – 32 (20 Minuten)

Der freudige Gott 07. 02. 2016 Volksmission Wälde: Psalm 135, 5 – 6 (26 Minuten)

Bekehrung: Die größte Freude 21. 02. 2016 Volksmission Wälde: Lukas 15, 1 – 7 (34 Minuten)

Christus der Gekreuzigte 06. 03. 2016 Volksmission Wälde: 1. Korinther 2, 1 – 5 (32 Minuten)

Palmsonntag 20. 03. 2016 Volksmission Sulz a. N.: Johannes 12, 12 – 36 (29 Minuten)

Karfreitag: Der Versöhnungstag 25. 03. 2016 Volksmission Wälde: Jesaja 53 (32 Minuten)

Der Mensch im Bild Gottes 03. 04. 2016 Volksmission Wälde: 1. Mose 1, 26 – 31 (35 Minuten)

Arbeit, Beruf, Berufung 24. 04. 2016 Volksmission Wälde: 1. Mose 1, 26 – 31 (32 Minuten)

Muttertag – Loblied der Frau 08. 05. 2016 Volksmission Wälde: Sprüche 31 (33 Minuten)

Verherrliche Deinen Sohn 29. 05. 2016 Volksmission Wälde: Johannes 17, 1 – 5 (29 Minuten)

Ewiges Leben 19. 06. 2016 Volksmission Wälde: Johannes 17, 1 – 5 (30 Minuten)

Herrlichkeit Christi 17. 07. 2016 Volksmission Wälde: Johannes 17, 1 – 5 (30 Minuten)

Nachfolger Christi 21. 08. 2016 Volksmission Wälde: Johannes 17, 6 – 10 (33 Minuten)

Schönheit Gottes 11. 09. 2016 Volksmission Wälde: Johannes 17, 6 – 10 (35 Minuten)

In der Welt nicht von der Welt 25. 09. 2016 Volksmission Wälde: Johannes 17, 11 – 19 (42 Minuten)

Heilig durch Wahrheit 16. 10. 2016 Volksmission Wälde: Johannes 17, 11 – 19 (36 Minuten)

Eine biblische Weltanschauung für die nächste Generation 30. 10. 2016 Volksmission Wälde: Richter 2, 6 – 19 (37 Minuten)

Das Wesen geistlicher Einheit 20. 11. 2016 Volksmission Wälde: Johannes 17, 20 – 26 (43 Minuten)

2017:

Wiederherstellung des Tempels 08. 01. 2017 Volksmission Wälde: Haggai 2, 1 – 9 (30 Minuten)

Die Macht der Worte 05. 02. 2017 Volksmission Wälde: Sprüche 10, 9 – 12 (43 Minuten)

Verloren – Gefunden 19. 02. 2017 Volksmission Wälde: Lukas 15, 1 – 2 (34 Minuten)

Das verlorene Schaf 12. 03. 2017 Volksmission Wälde: Lukas 15, 3 – 7 (37 Minuten)

Die verlorene Drachme 19. 03. 2017 Volksmission Wälde: Lukas 15, 8 – 10 (35 Minuten)

Gottes Herz für Sünder 02. 04. 2017 Volksmission Wälde: Lukas 15, 11 – 19 (38 Minuten)

Osterpredigt 16. 04. 2017 Volksmission Wälde: Lukas 22, 47 – 48 (40 Minuten)

Gott, der verschwenderische Vater 28. 05. 2017 Volksmission Wälde: Lukas 15, 17 – 24 (31 Minuten)

Gottes Herz für Heuchler 11. 06. 2017 Volksmission Wälde: Lukas 15, 25 – 32 (40 Minuten)
Psalm 1: Wer ist der Mensch? 27. 08. 2017 Volksmission Wälde: Psalm 1 (38 Minuten)
Was ist die Gemeinde? 03. 09. 2017 Volksmission Wälde: Epheser 3,  8 – 13 (45 Minuten)
Offenbarung 1 17. 09. 2017 Volksmission Wälde: Offenbarung 1 (32 Minuten)

Die sieben Sendschreiben 01. 10. 2017 Volksmission Wälde: Offenbarung 2 – 3 (41 Minuten)

Vor dem Thron des Lammes 22. 10. 2017 Volksmission Wälde: Offenbarung 7 (34 Minuten)
Antichrist – oder: Das Problem der Machtanhäufung 05. 11. 2017 Volksmission Wälde: Offenbarung 13 (37 Minuten)

Weitere folgen…