Buchtipp: Die Suche

Die Suche von Charlotte Link

Link, Charlotte, Die Suche, Blanvalet Verlag München, 1. Aufl. 2018, 654S., Verlagslink, Amazon-Link

Die Leiche eines im vorigen Jahr verschwundenen Mädchens wird gefunden. Kurze Zeit später verschwindet wieder ein Mädchen im selben Alter. Könnte das Verschwinden der beiden in einem Zusammenhang stehen? Könnte es bisher sogar noch mehr Opfer gegeben haben? Wenn ja, so kann das schnelle Lösen diesen Falles die Rettung von weiteren Opfern bedeuten. Die Zeit drängt. Zufällig ist die Scotland-Yard-Beamtin Kate Linville im Haus der Familie des Mädchens, als dieses vom nahen Parkplatz eines Einkaufszentrums verschwindet. Wird sie den Fall dem verantwortlichen Detective Chief Inspector Caleb Hale überlassen können oder wird sie sich einmischen? Führt die Suche nach dem „Hochmoor-Killer“ ins Nirgendwo oder kann sie tatsächlich dafür sorgen, dass es keine weiteren Opfer gibt?

Charlotte Link ist für ihre Verwirrspiele bekannt, mit welchen sie versucht, die Leser auf eine falsche Fährte zu locken und am Ende den Fall auf eine ganz andere Art und Weise auflöst. Das macht ihre Krimis spannend. Und zugleich ist diese ihre große Stärke auch eine gewisse Schwäche. Denn wenn nun der Leser beginnt, gerade mit dem am wenigsten Wahrscheinlichen zu rechnen, löst sich manches etwas früher auf. Nach etwa zwei Dritteln des Buches war mir im großen Ganzen klar, wie die Geschichte ausgehen wird und etwas später auch, wer Täter sein muss.

Gut gefiel mir, wie die Autorin die gesamte Geschichte aus den Blickwinkeln verschiedener Protagonisten aufbaut. Dies kann sie sehr gut, hieran merkt man ihr Schreibtalent. Sie tut dies auf eine Art und Weise, die es leicht macht, dem Geschehen zu folgen. Und nicht selten kann sie dadurch an der spannendsten Stelle den Faden einer anderen Person übergeben. Das ganze Buch ist sorgfältig und in einer langsamen Gangart aufgebaut, erst ganz am Schluss überstürzen sich die Ereignisse. Es spricht sehr für Charlotte Link, dass sie diesen langsamen Aufbau mit einem kontinuierlich zunehmenden Spannungsbogen zu ergänzen weiß.

Die verschiedenen Charaktere scheinen mir etwas ambivalent. Gerade Nebendarsteller wie die Mädchen und deren Familien sind sehr schön aus dem Leben gezeichnet, doch Kate Linville und Caleb Hale konnte ich einfach nicht wirklich sympathisch finden. Ihre Schwächen sind derart satirisch überzeichnet, dass es geradezu unrealistisch wirkt. Es mag natürlich solche Personen im echten Leben geben, keine Frage, aber ob sie für einen solchen Roman wirklich gute Vorlagen sind, wage ich zu bezweifeln. Schließlich wünscht sich ein Autor ja im Normalfall, dass sich die Leser mit den Hauptpersonen identifizieren können. Ich habe mich am Schluss gefragt, ob Link eine Fortsetzung mit dem Duo Linville-Hale plant. So manches scheint darauf hinzudeuten. Mir persönlich sind die beiden zu wenig sympathisch, als dass ich eine solche würde lesen wollen – so sehr mir vieles am Stil der Bücher von Charlotte Link zusagt.

Fazit:

Charlotte Link hat mit „Die Suche“ eine spannende Geschichte geschrieben, die ich Krimi-Fans gerne weiter empfehle. Sie hat einige Fallen eingebaut, um den Leser zu verwirren. Doch wer mit dem Unwahrscheinlichsten rechnet, kommt auch ihr schon früher als geplant auf die Schliche. Leider ist mir das Ermittler-Duo eher unsympathisch, während die übrigen Personen richtig schön und lebendig gezeichnet werden. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

Gesegnete Feiertage!

Der Herr Jesus ist auf die Welt gekommen, der ewige Logos, das Wort Gottes, ist Mensch geworden. Und zwar nicht im Königspalast, sondern dort draußen, wo auch die Hirten hinkommen konnten. Gott hat sie als Erste auserwählt, Seinen Sohn im Fleische sehen zu dürfen. Gott schickt uns als Licht in die Welt, dorthin, wo es dunkel ist. Lasst uns unser Licht leuchten lassen, gerade in dieser Jahreszeit.
So wünsche ich euch allen gesegnete Feiertage!

Gewinnspiel und mehr!

Habe heute mein Predigtarchiv mal wieder auf Vordermann gebracht. Zur Zeit mache ich mir Gedanken darüber, wie ich das in Zukunft besser gestalten kann. Das heißt, ich hoffe, im neuen Jahr mit einem neuen Archiv beginnen zu können, welches nach verschiedenen Kriterien durchsucht und sortiert werden kann. Bin mir aber noch unsicher, wie man das am besten umsetzt. Die Bisherigen werden auf jeden Fall weiter so abrufbar sein. 
Da ich so viele super Leser meines Blogs habe, möchte ich mich bei Euch mit einem Gewinnspiel bedanken.
Als Hauptpreis möchte ich die Systematische Theologie von Wayne Grudem verlosen. Leider ist die deutsche Übersetzung immer noch in Arbeit, sollte aber baldmöglichst erscheinen. Auf meine Nachfrage hin antwortete man mir, man hoffe, dass sie noch dieses Jahr erscheinen könne. Sofern sie bis zum Ende des Gewinnspiels noch nicht so weit sein sollte, wird der Gewinner aussuchen können, ob er lieber sofort die englische Version möchte oder Geduld hat bis zur Veröffentlichung der deutschen Übersetzung.
Als zweiten Preis winken zweimal ein Jahres-Abonnement des Timotheus-Magazins. Diese Zeitschrift, die ich sehr unterstützenswert finde, habe ich bereits hier und hier vorgestellt.
Drei Gewinner werden den dritten Preis erhalten, nämlich die kürzlich erschienene zweite Auflage des von meinem Freund Michael Freiburghaus geschriebene Buches Zweieinigkeit. Dieses kann ich sehr empfehlen und werde in Kürze dazu auch noch einen eigenen Artikel im Blog verfassen. UPDATE: Dieser Artikel ist hier!
Es wird somit sechs Gewinner geben. Sie alle werden per eMail informiert und dann um ihre Adresse gebeten. Weitere Korrespondenz über das Gewinnspiel wird es nicht geben. 
Es soll niemand bevorzugt oder benachteiligt werden. Zur Teilnahme ist es notwendig, eine eMail an meine eigens dafür angelegte Adresse dezembergewinnspiel (at) gmx.de zu senden. In der eMail müssen Name und Mailadresse klar ersichtlich sein. Die Aufgabe besteht darin, den für dich besten, liebsten oder wichtigsten Blogpost zu finden, ihn zu verlinken und kurz zu begründen, warum dies der beste, dir liebste oder wichtigste Post ist. Ich werde nach dem Gewinnspiel keine Namen veröffentlichen, aber eine kleine Liste der von euch gewählten Top-Artikel erstellen. Es wird natürlich kaum jemand die Zeit haben, alle zu lesen, das ist mir auch bewusst. Also einfach ein wenig Stöbern wird bestimmt auch zu einem Ergebnis führen. Einsendeschluss ist Mitternacht vom Freitag, 28. auf Samstag 29. Dezember. An jenem Wochenende wird die Auslosung per Zufallsverfahren unter allen Teilnehmern stattfinden.

Eine neue Kreatur

Eine neue Kreatur

Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! (2. Korinther 5, 17)

Die Erneuerung eines gefallenen Menschen ist das größte Wunder auf Erden überhaupt. Es ist leichter, einen Toten zum Leben zu erwecken, denn der kann sich nicht dagegen wehren. Einen Menschen aber zu einer neuen Schöpfung zu machen, der sich, durch seine gefallene Natur bedingt, mit Händen und Füßen gegen diese Erneuerung wehrt, übersteigt dies somit um ein Vielfaches. Es braucht die Zusammenarbeit aller drei Personen der göttlichen Dreieinigkeit, um solch ein Werk vollbringen zu können. Es bedarf des gesamten Heilsplanes von Gott dem Vater, der uns schon vor der Grundlegung der Welt zur Sohnschaft vorherbestimmt hat, sowie in der Fülle der Zeit Seinen Sohn gesandt hat, damit dieser uns erlösen konnte. Es bedarf des sündlosen Lebens von Gott dem Sohn auf dieser Erde, sowie dessen stellvertretendes Leiden und Sterben an unserer Statt, die Auferstehung von den Toten, die Himmelfahrt und die Sendung des Heiligen Geistes zu Pfingsten. Und genauso notwendig bedarf es des Werkes des Heiligen Geistes, der uns die Augen öffnet für unsere Sündhaftigkeit, uns überführt, uns die Kraft gibt zur Buße und den Glauben in unsere Herzen einpflanzt.

Wenn wir nun so zu einer neuen Kreatur geworden sind, dürfen wir wissen, dass das Alte vergangen ist. Unsere alte Kreatur, der „alte Adam“ in uns mag das natürlich nicht. Schlechte Gewohnheiten müssen wegtrainiert und durch gute ersetzt werden. Süchte und Bindungen müssen gelöst und durch stärkere Bindung an den Herrn ersetzt werden. Es ist genug zu tun, um ein Leben damit zu füllen. Aber lasst uns dabei eines nie vergessen: Es ist nicht mehr notwendig, als alte Kreatur zu leben. Das Alte ist vergangen, alles ist neu geworden. Wir haben ein neues Verhältnis zu Gott: Statt Angst und Zorn dürfen wir innige Gemeinschaft erleben. Wir haben ein neues Verhältnis zur Bibel: Als Wort Gottes ist sie uns verständlich und redet jeden Tag in unser persönliches Leben hinein. Wir haben ein neues Verhältnis zur Gemeinde: Wir sind nun ein Teil von ihr, gehören zu ihr und gehören ihr selbst. Alles, was wir sind und haben, gehört der Gemeinde als dem irdischen Leib des Herrn Jesus. Was Gott uns auf den Weg mitgegeben hat, ist nicht nur für uns persönlich, sondern in besonderer Weise für die Gemeinde gegeben. Unser Besitz, unsere Zeit, unsere Kraft, unsere Begabungen, alles besitzt dadurch nun die Gemeinde in demselben Sinne, wie Gott uns besitzt. Wir sind deshalb dazu aufgerufen, uns in unserer Gemeinde einzubringen, mitzuhelfen wo Hilfe nötig ist, einander zu dienen.

Weiter haben wir aber auch ein neues Verhältnis zu uns selbst: Wir sind von Gott angenommen und geliebt, so wie wir sind. Wir suchen deshalb nicht länger nach Bestätigung durch unsere fehlbaren Mitmenschen, sondern forschen in der Bibel nach dem, wie Gott über uns denkt. Das gibt uns auch eine völlig neue Perspektive in Bezug darauf, wie wir andere Menschen sehen. Weil Gott sie so geschaffen und gewollt hat, wie sie sind, nehmen auch wir sie so an. Und leider sind es nach wie vor sehr viele Menschen, die nichts von Gott wissen wollen, weil sie Ihn nicht kennen. Diesen Menschen dürfen wir nach unseren Möglichkeiten ganz praktisch in Tat und Wort Gottes Liebe näherbringen. Als Gemeinde sind wir der Leib Christi, also die Beine und Füße Jesu, die dorthin gehen, wo Hilfe nötig ist und die Arme und Hände Jesu, die überall mit Freude mit anpacken, weil sie wissen, dass es der Wille des Herrn ist. Wir sind gerade auch deshalb zu einer neuen Kreatur gemacht worden, damit wir der Welt die Liebe Gottes bringen dürfen. Gott tut nie etwas ohne eine Absicht damit zu haben. So sind wir neue Geschöpfe mit dem Auftrag, Gottes Liebe und Seine Botschaft von Seiner großen Liebe in alle Welt hinauszutragen. Wann fangen wir damit an?