Neuer Index zur Christenverfolgung erschienen

Heute hat Open Doors den neuen Weltverfolgungsindex 2015 veröffentlicht.
Schauen wir uns kurz die ersten 10 Länder an.
1. Nordkorea: Seit einigen Jahren führt der sozialistische Staat Nordkorea die Liste an. In Nordkorea sind von den ungefähr 200’000 Christen, die sich in Untergrundgemeinden organisiert haben, etwa 70’000 in Konzentrationslagern inhaftiert, wo sie häufig unter Folter schwer arbeiten müssen. Einmal mehr sehen wir, wie unmenschlich der Realsozialismus ist. Deshalb müssen wir sagen: Nie wieder Sozialismus (sei er nun braun, rot oder grün getüncht)
2. Somalia: An zweiter Stelle folgt Somalia, ein islamisches Land, das sich im Bürgerkrieg befindet. Es gibt keine wirklich anerkannte Regierung. Die Christen leiden unter der Willkür der jeweiligen Oberhäupter der einzelnen Gebiete.
3. Irak: Der Irak ist ein islamisch regiertes Land. Es gibt immer wieder terroristische Anschläge auf Kirchen und auf Familien, die sich zum Glauben an Jesus Christus bekennen.
4. Syrien: Auch in Syrien herrscht das islamische Rechtssystem. Viele Christen befinden sich innerhalb des Landes ständig auf der Flucht, andere haben es schon bis zur Grenze geschafft und sind in Nachbarländern aufgenommen worden.
5. Afghanistan: Schon das zweite Land in der neuen Liste, in welchem es die Christen nach dem Eingreifen westlicher Mächte deutlich schwerer haben. In dieser islamischen Republik gibt es immer wieder öffentliche Hinrichtungen von Muslimen, die zu Christen geworden sind.
6. Sudan: In der islamischen Republik Sudan hat die Verfolgung der Christen in letzter Zeit stark zugenommen. Die Scharia ist dort Gesetz, und etwa 2,7 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht.
7. Iran: Auch der Iran ist eine islamische Republik. Christen, Juden und Baha’i werden als Menschen zweiter Klasse behandelt, die keine wirklichen Rechte haben. Sie sind deshalb ständig Terror und Mordanschlägen ausgesetzt.
8. Pakistan: In dieser islamischen Republik gibt es immer wieder größere Massaker und Anschläge gegen Christen. Das Land wird nach der Scharia regiert.
9. Eritrea: In Eritrea gibt es eine Einparteienregierung, die im Grunde genommen seit über 20 Jahren eine Art Übergangsregierung sein soll. Es gab seither noch nie Wahlen. Die Mitglieder der großen staatlichen Kirchen (katholische, orthodoxe, protestantische) stehen theoretisch unter Schutz. Wer als Christ nicht zu jenen gehört, wird brutal verfolgt.
10. Nigeria: Das Land Nigeria ist ein gespaltenes Land. Der Norden ist muslimisch und wird seit dem starken Druck durch Boko Haram nach der Scharia regiert. Im Süden leben hauptsächlich Christen, zum Teil auch Minderheiten, die Anhänger der Naturreligionen (Animismus) sind. Doch die Terroristen von Boko Haram wollen mit Gewalt erreichen, dass die Scharia im ganzen Land zum Gesetz wird.
In Anbetracht dieser Faktenlage ist es ein Schlag ins Gesicht all dieser verfolgten Christen, von einer angeblichen “Islamisierung” des Abendlandes zu sprechen. Vielmehr wäre es an der Zeit, zu überlegen, was wir zum Schutz dieser Menschen tun können. Daran wird sich zeigen, dass der christliche Glaube der heutigen Welt und Zeit tatsächlich mehr zu sagen hat als der Säkularismus (von dem sich übrigens große Teile schon länger für den Schutz der Minderheiten in diesen Ländern einsetzen). Lasst uns vielmehr beten und daran arbeiten, dass es für diese verfolgten Menschen bald wieder eine hoffnungsvolle Zukunft gibt.

Die 10 Gebote der neosozialistischen Religion

Die 10 Gebote der neosozialistischen Religion
In einem früheren Post habe ich über die momentanen Entwicklungen der atheistischen Religion des Neosozialismus gebloggt (Link). Für heute habe ich mit meinem Freund Michael Freiburghaus, dem Autor der Hypohydrarche (Link) und der Zweieinigkeit (Link) die 10 Gebote dieser Religion erarbeitet. Herzlichen Dank an Michael!
1. Gebot: Der Kapitalismus ist der größte Feind des Menschen, und deshalb an allem schuld.
2. Gebot: Mit allem, was du sagst oder schreibst, musst du immer politisch korrekt sein.
3. Gebot: Alle sind gleich, nur wir Politiker, die uns für euer Bestes einsetzen, wir sind gleicher. Dem einzelnen Menschen darf nicht getraut werden. Demokratie ist etwas Schönes, aber erst dann, wenn wir alle von unserem Standpunkt überzeugt haben.
4. Gebot: Gotthold Ephraim Lessings Theaterstück “Nathan der Weise” steht an der Stelle der Bibel und ist deshalb unhinterfragbar. Der Inhalt: Alle Religionen sind gleich und führen zum gleichen Ziel. Dass die Realität dagegen spricht, ist Fehler der Realität, nicht der Ideologie.
5. Gebot: „Ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein!“ (Motto der ehemaligen DDR). Der Glaube an den biblischen Schöpfergott, der die Schöpfung zu seiner Ehre erschuf, muss zu Gunsten eines Atheismus aufgegeben werden. Wenn du willst, darfst du als privaten, persönlichen Glauben eine esoterische, spannungslose Harmonie suchen.
6. Gebot: Die Toleranz ist nur für die Gleichdenkenden bestimmt! Andersdenkende dürfen nicht geduldet werden (was der Begriff „Toleranz“ eigentlich meint), sondern sie müssen in die “rechte” Ecke verwiesen und so mundtot gemacht werden.
7. Gebot: Es darf nicht mehr zwei natürliche biologische Geschlechter (englisch: sex), nämlich männlich und weiblich, geben, sondern verschiedene „Gender“ (englischer Begriff für das „soziale“ Geschlecht, das man selber wählen kann)!
8. Gebot: Die Ehe ist veraltet, es lebe die Freiheit und die freie Liebe! Wer sich binden will, ist selbst schuld an seinem Mangel an Freiheit und arbeitet damit auch gegen die Menschheit der Zukunft, in der ohne jegliche Bindungen und Regeln alles gut sein wird!
9. Gebot: Deine Kinder gehören dem Staat! Keine Eltern können ihre Kinder so gut erziehen wie staatlich gelernte Erzieherinnen, also wage es bloß nicht, ihnen ins Handwerk zu pfuschen, sondern schicke deine Kinder so früh wie möglich in die Krippe! Dadurch bekommst du vom Staat ja auch mehr Zeit, die du dem Verdienen von Geld und der Selbstverwirklichung widmen kannst, also sei bitte dankbar dafür!
10. Gebot: Die aktuelle Meinung hat immer Recht! Anpassung an den Zeitgeist ist das Wichtigste! Halte deine Fahne in den aktuellen politischen Wind und richte dich danach. Alles fließt, was heute gilt, ist morgen schon überholt.

Wenn die Politik zur Religion wird

Wenn die Politik zur Religion wird
Genau betrachtet haben wir Religionsfreiheit – zumindest in der Theorie und im Gesetz verankert. Die Trennung von Staat und Kirche – die eine sehr gute Sache ist – besagt, dass jeder Mensch dem Glauben folgen darf, dem er möchte. Und dieselbe Trennung verbietet es dem Staat zugleich – auch hier muss wieder hinzugefügt werden: zumindest in der Theorie – sich in die Sache der Kirche direkt einzumischen. Problematisch wird die Sache allerdings dann, wenn sich die Politik mit ihren Vorstellungen und Behauptungen zu einer neuen Religion macht. Und genau das ist immer wieder dort der Fall, wo das Fehlen eines Glaubens als ein Mehr an Objektivität propagiert wird. Man kann dies vom Untergang großer Mächte im Altertum bis in unsere heutige Zeit beobachten. Ein Beispiel, das hier besonders herausragt, war die Französische Revolution, bei welcher der Glaube an die Vernunft zur neuen Göttin wurde, als die Kirche Notre Dame geplündert, geschändet und zur Hochburg einer neuen Vernunftreligion erklärt wurde.
Eine atheistische Politik beinhaltet immer ein großes Manko, das sehr schnell durch eine Religion ersetzt wird, die in diese Politik gar messianische Erlösungshoffnungen setzt. Leicht zu beobachten ist dies auch in unserer heutigen Politik des sogenannten Sozialstaats. Linksorientierte Politik sieht in einem „Mehr an Staat“ die Möglichkeit, ein Paradies auf Erden aufzubauen. Wohin das führt, hat uns eigentlich ein Jahrhundert der Sozialismen bereits gezeigt. Je größer das Mehr an Staat wird, desto weniger hat der einzelne Mensch noch etwas zu sagen. Die Theorie von diesem Mehr an Staat geht so weit, dass sie den Bürger eines Sozialstaats vor sich selbst schützen will. Wer nämlich nicht einverstanden ist mit diesem Mehr an Staat, der hat einfach noch nicht kapiert, wie gut das für alle ist, deshalb muss er zu seinem Besten gezwungen werden. Irgendwann, so sagt man sich, wird er schon noch dankbar sein.
Diese neue Religion linksorientierter Politik muss natürlich auch ihre eigene Ethik haben. Diese Ethik ist verpflichtend, denn sie wird durch Gesetze, Begünstigungen und Steuern erklärt. Gesetze und Steuern steuern unser Denken und dadurch auch unsere Ethik. Das erste Gebot dieser Ethik lautet: Der Kapitalismus ist der größte Feind des Menschen. Dies wird deutlich durch das System von progressiven Steuersätzen nach oben und Unterstützung und Begünstigungen nach unten. Die Doppelmoral, dass Politiker, die solches vertreten, auch durchaus mal die Hand nach höheren Verdiensten öffnen können, stört dabei niemanden. Der Kapitalismus ist immer noch der größte Feind des Menschen. Denen, die mehr Geld haben, muss es weggenommen werden, damit es denen zu Gute kommt, die weniger haben. Somit wird das Geld, für das man arbeitet, zu etwas Bösem. Wer nun die Frage stellt: Wozu soll man denn noch arbeiten gehen, wenn andere das Geld hinterher geworfen bekommen, so findet sich darauf keine Antwort. Arbeiten gehen muss er trotzdem, damit die Staatskassen gefüllt werden.
Das zweite Gebot lautet: Du musst immer politisch korrekt sein. Und was nun gerade politisch korrekt ist, das ändert sich bekanntlich von Tag zu Tag. Wo man früher noch von „Zigeunern“ sprach, muss es heute anders heißen. Wie es jedoch korrekt lautet, weiß niemand so ganz genau. Eine Zeit lang hieß es „Sinti und Roma“, weil das die zwei größten Gruppierungen des fahrenden Volkes war, aber dadurch werden alle anderen Gruppen auch diskriminiert, insbesondere jene, die es nicht mögen, mit Sinti und Roma in einen Topf geschmissen zu werden. Unter den Gruppierungen in Rumänien gibt es eine Bewegung, die sich gerade gegen alle neueren Begriffe wehrt und für den Gebrauch des Wortes „Tsiganos“ (von dem sich unser politisch inkorrekter Begriff ableitet) kämpft.
Das dritte Gebot lautet: Alle sind gleich, nur wir Politiker, die uns für euer Bestes einsetzen, wir sind gleicher. Dem einzelnen Menschen darf nicht getraut werden. Demokratie ist etwas Schönes, aber erst dann, wenn wir alle von unserem Standpunkt überzeugt haben. Man darf dem Menschen bloß nicht zu viel zutrauen, sonst könnte es noch einmal passieren, dass sie – wie anno 1989 beim Mauerfall – das Richtige tun (nämlich auf die Straße gehen und sich empören) aber zum falschen Zweck. Schließlich war es ja damals so, dass die Menschen sich gegen ihr Bestes gewehrt haben. Sie hatten alle genügend Arbeit, waren alle gleich, waren sozial versorgt, waren in wunderbarer Sicherheit, aber irgendwie waren sie noch nicht weit genug vor sich hin evolutioniert, um schon so weit zu sein, dass man sie zu ihrem Besten vom bösen Kapitalismus befreien konnte. Somit beginnt dasselbe Experiment ein zweites Mal – diesmal etwas großflächiger.