Monday Humor: Nach Einführung einer Frauenquote regen sich weibliche Gefühle unter den männlichen konservativen Bloggern

Nachdem es in den sozialen Medien Kritik an Biblipedia.de wegen des Fehlens weiblicher Mitblogger hagelte, wurde dort neuerdings eine Frauenquote* eingeführt. Nun gibt es einen Algorithmus, der dominante, aggressiv geschriebene Beiträge nur noch in 67% der Fälle veröffentlicht. Zwischendurch müssen Beiträge veröffentlicht werden, welche sich durch liebevolle, beziehungsorientierte Wortwahl auszeichnen. Nun ist der neueste Trend unter konservativen Bloggern, dass sich da vermehrt auch unter den männlichen Schreibern Gefühle der Harmonie und des guten Miteinanders melden. Nun bleibt abzuwarten, ob die Quote ihr Ziel erreicht, mehr Bloggerinnen zum Mitschreiben zu animieren oder sich stattdessen zunehmend männliche Blogger frustriert vom Projekt abwenden.

*Bitte beachten: Dies ist ein Satire-Beitrag, dessen Inhalte frei erfunden wurden

Monday Humor: EKNF verbietet Mission an Tieren und Menschen

Die evangelische Kirche Nordwein-Frostfalen (EKNF) hat überraschend beschlossen, dass ab sofort die Missionierung und Bekehrung aller nichtpflanzlicher Lebewesen verboten werden soll. Alle Tiere inklusive evolutionär weiterentwickelter Trockennasenaffen der Spezies homo sapiens sapiens sind als Empfänger des Evangeliums ausgeschlossen. Lediglich wer sich beim freiwilligen, eigenständigen und außerkirchlichen Lesen des alten Buches mit den fünf Buchstaben für ein Leben mit dem Bibelgott entscheiden würde, solle sich bekehren dürfen. Damit wird jedoch auch die Praxis des Mönchs Franziskus in Frage gestellt, der bekanntlich den Vögeln und anderen Tieren predigte. Der leitende Bischof der EKNF meinte dazu: „Wir wollen in unserer Zeit ein Zeichen setzen, dass wir tolerant sind und nur noch Lebenshilfe für den Alltag aller Menschen bieten möchten. Missionierung – und dazu gehört bereits das Predigen des Evangeliums – ist destruktiv für unsere Gesellschaft, sie spaltet und hält Menschen davon ab, ihren Sinn des Lebens in sich selbst zu finden. Wir wollen Menschen zur Selbstliebe und einem nietzscheanischen Willen zur Macht im Sinne der Eigenmächtigkeit befreien.“ Auf unsere Frage, wie die EKNF mit Menschen umgehen wolle, die nach wie vor missionarisch lebten, meinte er: „Diesen Menschen müssen wir zeigen, dass sie bei uns nicht willkommen sind. Wir dürfen die Intoleranz nicht tolerieren. Es ist unsere Mission, dass es keine Mission mehr geben darf.“ Zur Nachfrage, ob sich die EKNF damit nicht selbst abschaffen würde, warten wir noch auf eine Antwort.

Monday Humor: Postschweinerei

Die Schweine fühlen sich diskriminiert, weil sie Schweine genannt werden. Immer wieder führen sie Demonstrationen gegen diese Benennung durch und diskutieren unter sich, wie sie lieber genannt werden wollen. Sie seien ja äußerst reinliche Tiere, die sich nur deshalb von Zeit zu Zeit im Dreck wälzten, um danach wieder sauber zu werden. Außerdem sei es eine große Zumutung, dass Menschen ihr Durcheinander als Schweinerei bezeichnen würden, viel treffender würde man diese Menscherei nennen, da ja nur Menschen sowas in Realität machen könnten. Eine kleine aber sehr lautstarke Gruppe von Schweinen will außerdem erreichen, dass alle Schweine nur noch so genannt würden, wie sie sich fühlen: Ein Schwein, das sich als Katze fühlt, solle deshalb auch „Katze“ genannt werden, auch dann, wenn sie das Miauen und Schnurren noch nicht gelernt hat.

Nun gibt es eine große Diskussion darüber, wie sich die Schweine in Zukunft nennen sollen. Eine wachsende Anzahl von Schweinen plädiert dafür, sich Postschweine zu nennen, da sie sich damit von ihren früheren Generationen abheben und diese kritisieren können. Nun erhebt allerdings die Gewerkschaft der briefverteilenden Schweine Einspruch und will eine Klage gegen diese Verwendung prüfen, da sich dieser Name für ihre Arbeiter etabliert hat. Die weitere Diskussion dürfte spannend werden; insbesondere auch deshalb, weil inzwischen wieder eine neue Generation von Schweinen in die Fußstapfen der älteren Generation davor getreten ist, die sich wiederum durch den Begriff Postschweine diskriminiert fühlen würde.

Craig Keener stellt ersten Band zum Philemonbrief vor

Craig S. Keener stellt sein nächstes Magnum Opus vor: Ein vierbändiger Kommentar zum Philemonbrief. Im ersten Band sind auf fast 1400 Seiten gerade einmal sein Vorwort, die Behandlung der Einleitungsfragen und eine Literaturliste zu finden. Zur Einleitung sagt Keener: „Ich habe 42 wasserdichte Gründe gefunden, weshalb der Philemon zweifellos ein paulinischer Brief sein muss. Zum Beispiel mit Hilfe der neusten Technik der sogenannten „ink critics“ (Tintenuntersuchung). So konnte ich nachweisen, dass bei 34 verschiedenen englischsprachigen Bibelausgaben beim Philemon dieselbe Tinte verwendet wurde wie bei den paulinischen Hauptbriefen, etwa beim Römer- oder Galaterbrief.“ Nicht zuletzt sollte aber auch das grandiose Literaturverzeichnis erwähnt werden: auf 450 Seiten stellt Keener alle Bücher und Zeitschriftenartikel vor, die sich mit diesem Brief auseinandersetzen. Allein der Buchstabe K nimmt dabei über 200 Seiten in Anspruch. Keener meint dazu: „Ich habe nun festgestellt, dass fast ein Drittel aller Literatur zu diesem Brief unter meinem Namen veröffentlicht wurde.“ Die Einleitung und deren drei Nachfolgebände sollen im Kreuzweg-Verlag in New Jerusalem innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte erscheinen.

Professor findet drei verschiedene Autoren in eigener Dissertation

Prof. Dr. Theo Logos hat eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Als er zufällig seine eigene Dissertation las, wurde ihm – dank der Methoden der historischen Kritik – plötzlich klar, dass diese von mindestens drei verschiedenen Autoren verfasst und komponiert worden sein musste. Dass es sich dabei um großangelegte Plagiate handeln könne, wies er weit von sich. Vielmehr wolle er sich demnächst einer psychotherapeutischen Sitzung unterziehen lassen, um herauszufinden, ob der Grund dafür Schizophrenie sein könne. Auch hätten ihn schon manche Studenten darauf aufmerksam gemacht, dass er in seinen Vorlesungen viele verschiedene Zugänge zu den biblischen Texten nutzen würden, die einander gegenseitig widersprächen. Doch eigentlich fühle er sich kerngesund, wie er im Interview meinte. Wie dem auch immer sei – wir wünschen Prof. Dr. Logos gute Gesundheit und noch viele weitere Jahre frohen Schaffens.

Der kleine Katechismus des Zeitgeistes

Was soll dieser Katechismus sein?
1. Alle Punkte in diesem Katechismus sind nur Vorschläge. Manche widersprechen sich gegenseitig. Das macht nichts. Suche Dir die aus, welche Dir am besten gefallen und kümmere Dich nicht um logische Fehlschlüsse oder Widersprüche. Logik ist ein Machtmittel der heterosexuellen weißen Männer, die alle anderen unterdrücken und an ihrer Selbstfindung hindern wollen.
Wer bist Du, wer bin ich?
2. Es gibt Dich nur einmal, deshalb kannst nur Du sagen, wer Du bist oder wer Du sein willst. Jeder muss seine eigene Wahrheit finden. Du darfst sein, wer und was immer Du willst. Jeder muss das akzeptieren, Dich darin unterstützen und ermutigen. Wer das nicht tut, ist intolerant. Wichtig ist, dass Du Dich möglichst wohlfühlst mit dem, was Du werden willst. Dein Gefühl wird Dich leiten auf dem Weg zu Dir selbst. Erschaffe Dein Selbst und Deine Identität und dann lebe sie aus!
Was ist Wahrheit?
3. Es gibt keine absolute Wahrheit, oder zumindest kann diese niemand erkennen. Jeder ist in seiner eigenen Biographie gefangen und kann sich allerhöchstens dieser immer ein wenig annähern. Aber nur Du kannst sagen, ob Du Dich ihr annäherst oder nicht, denn die Wahrheit hat nichts mit dem zu tun, was außerhalb ist. Eine Wahrheit existiert in jedem von uns drin. Jeder hat seine eigene Wahrheit, seinen eigenen Weg und sein eigenes Leben.
Was soll ich glauben?
4. Wenn es Dir gut tut, kannst Du an einen Gott oder ganz viele Götter oder auch an eine göttliche Natur glauben. Da kann jeder für sich selbst entscheiden, was er glauben will. Niemand darf versuchen, Dich von seiner eigenen Wahrheit oder seinem eigenen Glauben zu überzeugen, das wäre intolerant. Die einzige Ausnahme bildet da der Kanon der Naturwissenschaften. Diese sind unhinterfragbar, denn dank diesen funktioniert das ganze Weltall noch.
Wo finde ich meinen Halt im Leben?
5. Alles, was früher als Halt und Identität gesehen wurde, hat versagt. Am Ende bleibst nur Du selbst übrig. Der einzige Halt, der Dir gegeben werden kann, ist Deine Suche in Deinem Selbst, wo Du hoffen kannst, eine Antwort zu finden. Deshalb darfst Du ein Leben lang alles ausprobieren, was andere sind, und schauen, ob Du Dich dort irgendwo in einer anderen Person wiederfindest. Vergleiche Dich mit anderen und versuche, so zu werden wie sie sind, damit Du auf Deiner Suche nach Dir vorankommst.
Woher kommen wir?
6. Mit größter Wahrscheinlichkeit sind wir alle ein Produkt des Zufalls, eine nahezu endlose Aneinanderreihung von Verbesserungen, die sich von selbst aus dem Nichts heraus gebildet haben. Da wir irgend eine Art von Trockennasenaffen sind, dürfen wir uns nichts auf uns einbilden. Unser Gehirn ist ein Zufallsprodukt, das so tun kann, als würde es uns auf einen objektiveren Standpunkt stellen als wir ihn eigentlich haben.
Wie sollen wir denn leben?
7. Das Ziel unseres Lebens ist es, dass wir uns selbst finden, uns selbst verwirklichen, uns zu dem machen, was wir sein wollen. Gleichzeitig müssen wir gut aufpassen, dass jeder (außer uns selbst, denn wir sind ja durch diese große Erkenntnis sowieso schon für die Toleranz prädestiniert) tolerant ist und sich so verhält, dass er niemand anders versucht, von seiner Wahrheit zu überzeugen. Da unsere Wahrheit aber automatisch tolerant macht, stehen wir darüber und müssen uns dieser Regel nicht beugen.
Was ist das Böse in der Welt?
8. Es gibt viele Theorien zum Bösen in der Welt. Objektiv ist nichts böse, nichts schlecht, weil es immer auf die Kultur ankommt, wo etwas geschieht. Alles ist eine unfreiwillige Reaktion auf etwas vorher, jeder Täter ist ein Opfer – außer wenn er intolerant ist oder unserer großen Erkenntnis widerspricht. Dann ist jedes Mittel recht, um diese intoleranten Personen zu zerstören und ihren Ruf zu ruinieren.
Was ist unsere größte Hoffnung im Leben und im Sterben?
9. Unsere größte Hoffnung im Leben und im Sterben ist, dass die Welt nach unserem Leben und Tod toleranter und mit weniger Atomkraftwerken zurückgelassen wird. Es darf am Ende nur noch Windkraft geben, denn dann hat man zwar viel Natur damit zerstört, aber immerhin ist es Windkraft und nicht Atomkraft. Und Windkraft ist per Definition gut, während Atomkraft per Definition schlecht ist.
Was kann man tun, damit die Welt etwas friedlicher wird?
10. Die große Erkenntnis des Zeitgeistes muss verbreitet werden. Es darf keine Nationen mehr geben, denn sonst kann sich diese Erkenntnis nicht überall gleichzeitig schnell und gut verbreiten, vielmehr braucht es eine Weltherrschaft unter dem Zeichen des Zeitgeistes mit einer starken Person, die diese Welt in den ewigen Frieden leiten kann. Wenn jeder schlussendlich diese Wahrheit erkennt, wird keiner mehr intolerant und alle werden nur noch Windkraft wollen. Jeder darf in diesem Paradies sich selbst suchen, finden und andere in dieser Suche unterstützen.

Amazon kauft WEA auf

Für 1,65Mrd USD will Amazon die weltweite evangelische Allianz aufkaufen. Der Gründer und Leiter von Amazon.com, Beef Jezos, sieht in der weltweit wachsenden evangelikalen Bewegung ein gutes Marketingkonzept, das er unterstützen und zugleich auch nutzen möchte, um seine bisherigen Dienstleistungen noch besser vermarkten zu können. Dies werde sein bisher größter Deal. Sprecher der WEA wollten sich noch nicht dazu äußern, denn zu vieles sei noch unklar, etwa die Frage, was mit dem Geld geschehen soll. Die WEA sei schließlich nur eine Dachorgansation. Möglich wäre es, das Geld entweder auf die Gemeinden zu verteilen, sodass die Gemeinden pro eingetragenem Mitglied 5$ bekämen. Oder man könnte einen gemeinsamen Topf eröffnen, von welchem dann neue Werke gegründet würden.
Eine Chance sieht der Amazon-Chef vor allem auch darin, dass er der ganzen Bewegung einen gemeinsamen Lehrkatalog geben könne. Er hat bereits ein Komitee ins Leben gerufen, welches die verbindlichen Lehren festlegen solle. Wichtig sei vor allem, dass auf alles verzichtet würde, was hart, intolerant oder exklusivistisch klingen könne. Es solle dann keine Lehrstreitigkeiten mehr geben, sondern nur noch „peace, joy ‘n’ egg cake“. Auf jeden Fall sei schon eine neue Serie an Bibelausgaben in allen möglichen Sprachen in der Planung. Auch das Novum Testamentum Graece von Estle-Naland soll ab der 30. Auflage von einem Amazon-Expertenteam bearbeitet werden. Missionsgesellschaften begrüßen diesen Schritt, da Amazon die Übersetzung der Bibel vorantreiben will. Allerdings stellt sich die Frage, wie viele Sprecher eine Sprache haben muss, damit sich das Übersetzen auch für den weltweiten Konzern lohnt.

Jugendcamp wegen Gebetserhörung abgebrochen

Das Pfingst-Jugendcamp der New Bethel Church in Rothing im Allgäu musste vorzeitig abgebrochen werden, interessanterweise wegen einer Gebetserhörung. Die Jugendlichen, die in Zelten übernachteten, haben am Donnerstagabend am Lagerfeuer über drei Stunden lang das Lied „Let it rain“ (Open the floodgates of Heaven) gesungen, und tatsächlich kam gegen 23 Uhr ein so stark strömender Regen, dass die Zelte geflutet wurden. Zum Glück wurde niemand verletzt, als das Camp in größter Eile bei Nacht und rutschigem Boden abgebaut wurde. Der Lobpreisleiter meinte dazu: „Es war natürlich grob fahrlässig von uns, das Lied in diesem Camp so lange zu singen, aber irgendwie fanden wir einfach kein Ende, bis der Regen tatsächlich begann.“ In Zukunft würden sie dieses Lied nur noch bei Indoor-Veranstaltungen singen, meinte er. Sicher ist sicher. 

 

EKD suspendiert alle Trump-Wähler

81% aller Evangelischen („evangelicals“) haben Donald Trump gewählt. Als wichtige Vertreterin der Evangelischen in Deutschland hat sich die EKD nun zum Handeln entschlossen: „Alle Trump-Wähler, die in einem Wahllokal in Deutschland Donald Trump gewählt haben und von der EKD in irgendeinem Sozialwerk, Diakonie oder in einer Kirchgemeinde angestellt sind, sollen ohne Verzug suspendiert werden.“, bestätigte ein Sprecher.
Die Frage, wie man diese Wähler ausfindig machen könne, ohne das Wahlgeheimnis zu verletzen, ist nicht ganz einfach zu beantworten. Zunächst will man darauf vertrauen, dass sich die Betroffenen freiwillig selbst melden würden. Falls niemand zur Selbstanzeige bereit wäre, gäbe es noch die Möglichkeit, die „geistliche Gemeindeerneuerung“ dafür einzuschalten, damit diese er-hören könnte, welche Arbeitsverträge aufgelöst werden müssten. Falls diese sich weigern sollte, müsste ein Untersuchungsausschuss einberufen werden, welcher sich um diese Frage kümmert.

Massentod während 40 Jahren nach Evangelisation

40 Jahre nachdem auf dem Cannstatter Wasen eine Zeltevangelisation stattgefunden hat, ist nun auch der 899. Teilnehmer gestorben. Unbemerkt vom ganzen bunten Treiben auf dem Wasen stand das Zelt bis vorgestern dort. Ein inzwischen sehr in die Jahre gekommenes Seelsorgeteam wartete die ganze Zeit auf Entscheidungen für Jesus, doch irgendwie war es den Teilnehmenden zu schwer gefallen, die Kosten der Nachfolge zu berechnen, wie ihnen der Evangelist damals empfohlen hatte. Die meisten hatten zwar noch in der Schule Dreisatz gelernt, doch gerade Textaufgaben wie das Gleichnis vom Turmbau überfordern die meisten Hörer.
Nun wurde das Zelt abgebaut, und die Veranstalter überlegen sich jetzt, ob sie eine große Beerdigungsfeier für alle dort Verstorbenen durchführen sollten. Sie sind sich in einem Punkt sicher: Statt dem Gleichnis vom Turmbau würden sie auf jeden Fall lieber das zweite Gleichnis von der Kriegsplanung wählen. Vielleicht fällt den Angehörigen damit das Überschlagen der Kosten der Nachfolge leichter.